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«Dies trifft eine Familie sehr»

Wil In Wil würden (zu) viele Kinder einer Sonderschule zugewiesen, sagte Roland Bosshart (CVP) an der Parlamentssitzung. Er bezeichnete die Entwicklung als besorgniserregend. Die Anzahl sei in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. «Circa drei Prozent aller Schulkinder in Wil besucht eine Sonderschule.» Aus diesem Grund hatte Bosshart die Interpellation «Tragfähigkeit der Wiler Schulen» eingereicht, wie diese Zeitung berichtete. Darin erkundigte er sich über die Hauptgründe, welche zu einer Sonderschul- oder Heimeinweisung führen. Auch möchte er wissen, wann die Belastungsgrenze für die Schule erreicht ist. Gemäss der Interpellationsantwort liegen die Hauptgründe bei Verhaltensauffälligkeiten und einer Sprachbehinderung. Auch Mehrfachbehinderungen kommen häufig vor. «Zu denken gibt ausserdem, dass viele Vorschulkinder und solche in der Oberstufe betroffen sind», sagte Bosshart am Donnerstagabend. Dass trotz der Einführung der Schulsozialarbeit ein Anstieg bei den Sonderschulzuweisungen zu verzeichnen sei, zeige auf, «dass die Schulsozialarbeit nur Symptombekämpfung vornehmen kann». Bosshart erhofft sich Abhilfe von der frühen Förderung der Kinder, die in Wil eingeführt werden soll, sowie von den vom Stadtrat angekündigten Massnahmen wie der Optimierung der schulergänzenden Betreuung. «Eine Schule kann ihre Tragfähigkeit beweisen, wenn Kinder in den Kindergarten oder die Unterstufe eingewiesen werden, und nicht in eine Sonderschule. Dies trifft eine Familie sehr.» Er plädiert dafür, Kleinklassen nicht komplett abzuschaffen, sondern eine pro Stufe beizubehalten. Schulratspräsidentin Jutta Röösli hielt fest, dass drei Prozent Sonderschulzuweisungen im Schnitt des Kantons lägen. Dennoch bezeichnete sie die Zahl als hoch, die mit entsprechenden Kosten verbunden sei. Es gelte, jeden Fall sorgfältig zu prüfen. Die Schulverantwortlichen seien bemüht, Kinder vermehrt in der Regelklasse zu behalten, da eine externe Beschulung ein Einschnitt für die Kinder und deren Familien bedeute. Durch Weiterbildung der Lehrpersonen sollen Ressourcen geschaffen werden. (ph)

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