Die Zukunft informiert sich

Betriebe aus der ganzen Region stellten sich am Lehrstellenforum in Wil vor und halfen den künftigen Lehrlingen bei der Suche nach der richtigen Ausbildung. Podien informierten zusätzlich über die wichtigsten Punkte bei der Lehrstellensuche.

Larissa Flammer
Drucken
Teilen

WIL. Die Lehrstellensuche ist ein aktuelles Thema in der Schweiz. Jugendarbeitslosigkeit auf der einen Seite und fehlende Lehrlinge in den handwerklichen Berufen auf der anderen Seite sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Das Lehrstellenforum, das am Samstagmorgen im Stadtsaal Wil stattfand, soll den bald erstmals Berufstätigen verschiedene Ausbildungen und Berufe vorstellen. 45 Betriebe aus der Region Wil, Flawil, Uzwil und dem Hinterthurgau waren dabei vertreten und boten der Masse an Besuchern Information und persönliche Beratung. Fast überall konnten sich die Jugendlichen mit Flyern und Broschüren eindecken.

Persönliche Beratung

Einige Betriebe sorgten zudem mit Modellen, mitgebrachten Maschinen oder Filmen dafür, dass manch einem Besucher der Tätigkeitsbereich in einem bestimmten Beruf klarer wurde. Da die Ausgangslage bei den meisten Besuchern unterschiedlich ist, musste auch die Beratung möglichst persönlich geschehen. Einige der Jugendlichen werden die Schule bereits in einem Jahr abschliessen und müssen bald ihre ersten Bewerbungen abschicken, andere haben noch länger Zeit und suchen nach verschiedenen Berufen, in die sie reinschnuppern möchten. Auch die bisherige Ausbildung – Sek oder Real, mit Sprachaufenthalt oder Schnupperlehre – spielt eine Rolle bei der Berufswahl. Oft hatten die Betriebe deshalb ihre aktuellen Lehrlinge bei der Ausstellung dabei. Diese konnten dann aus erster Hand von ihren Lehrjahren und ihrem Werdegang erzählen.

Da nicht nur die Jugendlichen, sondern im Idealfall auch deren Eltern in den Berufswahlprozess involviert sind, richtete sich eines der Podien am Lehrstellenforum an die Eltern von Kindern in der ersten Oberstufe. Der Schwerpunkt dabei lag auf der Berufsberatung und deren Angebote. Ausserdem wurden Tips und Tricks abgegeben, was Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder selbst unternehmen können. Zwei weitere Podien richteten sich dann direkt an die Jugendlichen und hatten das Thema Bewerbung als Schwerpunkt. Dabei berichteten Ausbildnerinnen und Ausbildner über ihre Erwartungen und Erfahrungen im Bewerbungsprozess. Auch wenn das Schreiben einer Bewerbung und das Verfassen eines Lebenslaufs sowie das Benehmen an einem Bewerbungsgespräch heute in der Schule gelernt werden, sind die Worte der Ausbildner doch auf grosses Interesse gestossen.

«Ich finde eine Lehrstelle»

Bei so vielen Lehrbetrieben, die mit Gadgets wie Schlüsselanhängern und Kugelschreibern um die Aufmerksamkeit der Jugendlichen warben, sah der Grossteil der Besucher der Berufswahl positiv entgegen. «Ich finde schon eine Lehrstelle», war der Tenor der jungen Leute. Da bleibt nur noch die Qual der Wahl, ob es nun als Kaufmann, Polymechaniker, Schreiner oder Coiffure sein wird.