Die Zukunft in den Händen der Jungen

Die CVP Ortspartei Flawil hat am vergangenen Samstag zum Familienfest ins Lindengut eingeladen. Der Anlass stand im Zeichen der aktuellen Energiefrage und des Wahlherbstes 2011.

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Die CVP-Mitglieder im Lindengut. (Bild: zVg.)

Die CVP-Mitglieder im Lindengut. (Bild: zVg.)

Flawil. Vom Nachmittag bis in den Abend hinein standen die Tore zum Lindengut und der Remise offen, konnte kommen und gehen, wer sich informieren oder einfach wieder mal im Kreise der CVP-Familie einige Stunden verbringen wollte. Das Wetter spielte optimal mit, so dass die Voraussetzungen für ein gelungenes Fest gegeben waren. Zwei Nationalratskandidaten der CVP nutzten die Gelegenheit, um sich vorzustellen und mit der Wählerschaft Kontakt zu pflegen. Die 26-jährige Versicherungsfachfrau Patricia Mattle aus Altstätten sieht sich als Vertreterin der jüngeren Generation. Sie bringt mit ihrer Mitgliedschaft im Präsidium der CVP Schweiz verschiedene Erfahrungen mit Bern mit. Michael Hüppi, Rechtsanwalt und ehemaliger Präsident des FCSG, bezeichnet sich selbst als politischer Quereinsteiger. Seine Interessen liegen bei den KMU, für die er als Rechtsvertreter und auch Verwaltungsrat in verschiedenen Bereichen tätig ist.

Auf einem Energieball sitzen

Dass die Zukunft in den Händen der Nachkommen liegt, war auch für den Ingenieur Peter Seeger von der Firma DTE Engineering in Weinfelden klar. Mit seinem beruflichen Erfahrungsschatz aus diversen (Bergbau-)Projekten rund um den Erdball sieht er sich aber verpflichtet, der Nachkommenschaft die Voraussetzungen für eine gesicherte Energie mit auf den Weg zu geben. Er befasst sich mit verschiedenen Fachleuten mit dem Grossprojekt der Energiegewinnung aus Geothermik. «Wir sitzen auf einem Energie-Ball, müssten diesen nur richtig ausnutzen», sagt er. Einfach gesagt, habe er die Vision, aus der Erdwärme mit Bohrungen zwischen 5000 bis 6000 Meter unter der Oberfläche durch Energieumwandlung Strom zu produzieren. Die Wärme fliesse vom Erdinnern laufend neu zu, so dass sie als erneuerbar bezeichnet werden könne. Mit einem DTE (Deep-Termal-Energy)-Tiefenwärme-Kraftwerk könne der steigende Energiebedarf CO2-neutral gesichert und Atomkraftwerke könnten abgeschaltet werden.

Zukunftsgerichtete Ideen

In der Schweiz gäbe es tektonisch geeignete Orte. Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum beantwortet Seeger kompetent. Er zeigte sich sehr zufrieden, weil es in der jetzigen Phase des Projektes wichtig sei, mit dem Volk, speziell mit den Politikern in Kontakt zu treten und diese für die zukunftsgerichtete Idee zu begeistern. Der Anlass fand seinen Ausklang mit dem Duo Longlin und Smash. Organisiert und durch das Programm führten der Ortsparteipräsident Franz Dörig wie der Verantwortliche für das Ressort Wahlen, Johannes J. Müller. (pd.)