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Die Wurzel ist noch vorhanden

Kommentar
Hans Suter

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch


Was sich die Hülsnerbuebe mit ihrem Asylsujet geleistet haben, hat nichts mit Humor zu tun. Ebenso die verteidigenden Worte, das Sujet sei als Satire zu verstehen. Eine billige Ausrede, mehr nicht. Ein für allemal: Auch Satire darf nicht alles. Wer Satire versteht, weiss das. Die Hülsnerbuebe haben eine rote Linie überschritten.

Die Kritisierten haben zwar reagiert und ein neues Sujet präsentiert. Dieses zielt nun in Richtung Medien-Bashing und lässt vermuten, dass es mit der Selbstreflexion bei den treibenden Kräften der Hülsnerbuebe nicht allzu weit her ist.

Was vordergründig für die «glatte Clique» wieder in Ordnung scheint, ist es hintergründig kaum.Die Wurzel des Gedankens, die zum rassistischen Sujet geführt hat, ist wohl nach wie vor vorhanden. Allein schon die innerliche Bereitschaft, ertrinkende Flüchtlinge überhaupt als belustigendes Fasnachtssujet zu wählen, zeugt bei Exponenten dieser Gruppe von einem ernst zu nehmenden tiefer liegenden Problem.

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