Die Wechsel werden noch kommen

Es war im Bezirk Münchwilen ein ereignisarmer Wahlsonntag mit einer enttäuschend tiefen Stimmbeteiligung von nicht einmal 28 Prozent. Plus eins für die SVP, minus eins für die BDP.

Simon Dudle
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Es war im Bezirk Münchwilen ein ereignisarmer Wahlsonntag mit einer enttäuschend tiefen Stimmbeteiligung von nicht einmal 28 Prozent. Plus eins für die SVP, minus eins für die BDP. Schon während der vierjährigen Legislatur hatte es nur einen Wechsel gegeben: Ruedi Heim war für den ehemaligen Tobler Gemeindeammann Roland Kuttruff nachgerückt. Personelle Veränderungen sind aber absehbar. Denn gleich mehrere Wiedergewählte haben das Pensionsalter bereits erreicht und den hohen Bekanntheitsgrad genutzt, um der Partei einen Sitz zu retten. Zum Beispiel der ehemalige Eschliker Gemeindeammann Robert Meyer, der sich vergangenes Jahr pensionieren liess. Seine GLP hatte im Vorfeld national eine Niederlage erlitten – und nun auch im Bezirk Münchwilen fast 30 Prozent eingebüsst. Keine andere Partei hat im Hinterthurgau prozentual einen so grossen Verlust erlitten wie die Grünliberalen. Auch wenn es dank der hohen Bekanntheit von Meyer zu einem Sitz gereicht hat, so muss die GLP über die Bücher.

Ähnlich war die Ausgangslage bei den Grünen, wo mit Verlusten gerechnet werden musste, die aber nicht eingetreten sind. Toni Kappeler, mit 70 Jahren ältester Kantonsrat im Bezirk, trat nochmals an und schaffte die Wiederwahl. Für ihn ist wie für Meyer eine Option, vor dem Ende der Legislatur zurückzutreten. Bruno Lüscher von der FDP liess sich vor Jahresfrist als Aadorfer Gemeindeammann pensionieren, bleibt aber Kantonsrat. Auch wenn er angekündigt hat, die neue Legislatur fertigmachen zu wollen, ist damit zu rechnen, dass auf einen ruhigen Wahlsonntag diverse Wechsel folgen werden.

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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