Die Villa wird zum Café

Seit zwei Jahren beschäftigt der Nachlass von Anneliese Sutter Münchwilen. Nun hat die Politische Gemeinde die Liegenschaft einem Verein überschrieben, der die Verantwortung für den Umbau trägt.

Tanja von Arx
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Villa Sutter und Alfred Sutter Park. (Bild: Nana do Carmo)

Villa Sutter und Alfred Sutter Park. (Bild: Nana do Carmo)

MÜNCHWILEN. Vor kurzem starteten die Umbauarbeiten, bis dahin war es aber ein über zweijähriger Weg. Nach dem Tod von Anneliese Sutter-Stöttner ging deren Nachlass – die «Villa Sutter», der umliegende Park und der Wald entlang der Murg – gemäss Testament an die Politische Gemeinde Münchwilen. Mit ganz genauen Richtlinien. «Am 5. Februar hat die Politische Gemeinde die Liegenschaft Sutter an den Verein <Villa Sutter und Alfred Sutter Park> überschrieben», sagt Gabriela Frei, ehemalige Schulpräsidentin von Münchwilen und Vereinspräsidentin. Komplett für die Liegenschaft verantwortlich, hätte der Verein einerseits das Konzept für die Nutzung und die Sanierung im Legat als auch die Wünsche der Bevölkerung berücksichtigt.

Charakter und Charme erhalten

«In der Liegenschaft Sutter öffnet bald die Gemeinde- und Schulbibliothek», sagt Frei. «Im Untergeschoss entstehen Räume für Kurse oder Seminare sowie für Ausstellungen und auch ein kleines Café.» Ziel sei gewesen, den Charakter und den Charme des Hauses zu erhalten, das Gebäude aber auch umfassend zu nutzen. «Von acht Uhr früh bis acht Uhr spät.» Vor allem durch die Integration des Cafés könnte man ein breiteres Publikum ansprechen, sagt Frei. Gemäss den Auflagen – den Park der Öffentlichkeit zugänglich machen, Kunst und Kultur sowohl in der Villa als auch im Park ausstellen – veranstaltete eine von Sutter festgelegte Jury einen Wettbewerb. Das Landschaftsbüro, das gewann, erhielt den Zuschlag für die Umgestaltung des Parks. Die Leitung der Umbauarbeiten hat Ueli Bohnenblust übernommen. Ziel sei es indes, im Sommer die vollständig restaurierte Villa der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Alfred-und-Anneliese-Sutter-Stöttner-Stiftung, die sich um den gesamten Nachlass von Anneliese Sutter kümmert, habe einen grosszügigen Beitrag an die Bauarbeiten gespendet, sagt Frei. Eine Million Franken aus dem Nachlass kann ausserdem für die Umgestaltung des Parks verwendet werden. «Aber nicht darüber hinaus», betont Frei. Der Verein sei aus diesem Grund auf zusätzliche Sponsorengelder angewiesen. Damit sollen die restliche Möblierung finanziert und der Kunst- und Kulturbetrieb aufrechterhalten werden. Denn Künstler zu akquirieren, koste, sagt Frei, welche die Vereinstätigkeit selbst ehrenamtlich ausführt. Über neue Mitglieder freute sich der Verein jederzeit.

Programm bald fertig

Das Programm für die Kunstausstellung steht zu 90 Prozent. «Am 25. April stellt Ursula Fehr ihre Skulpturen aus. Später im Jahr zeigt Paola Walter aus Kabelbindern gefertigte Objekte und Anna Neubauer Skulpturen aus Glas», sagt Frei. Es folgen weitere Künstler aus Dussnang, Bronschhofen und Tobel, die Bücher vorstellen und musikalische Darbietungen aufführen. «Am 23. April stellen wir an der Generalversammlung um 19.30 Uhr das definitive Programm vor. Thomas Götz aus Weinfelden tritt auf», sagt Frei. Die Ausstellung dauert bis am 28. Juni.

Gabriela Frei Präsidentin Verein Villa Sutter (Bild: Reto Martin)

Gabriela Frei Präsidentin Verein Villa Sutter (Bild: Reto Martin)