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Generationenfrage spielt bei Politikern nur geringe Rolle: Die Unterschiede zwischen Parteien sind grösser

In Wil diskutierten junge Nationalratskandidierende mit Personen der Generation 60plus.
Christoph Heer
Junge Politikerinnen und Politiker im Gespräch mit der älteren Generation (von links): Franziska Ryser, Andrea Scheck, Annik Hasler, Noah Menzi und Mike Egger.Bild: Christoph Heer

Junge Politikerinnen und Politiker im Gespräch mit der älteren Generation (von links): Franziska Ryser, Andrea Scheck, Annik Hasler, Noah Menzi und Mike Egger.Bild: Christoph Heer

Das Rentenalter, die Digitalisierung, die Krankenkassen, der Arbeitsmarkt – alles Themen, die jeden Schweizer Bürger und oft auch Menschen ohne Schweizer Pass betreffen. Es gibt oftmals keinen Unterschied zwischen Jung und Alt. Ein Beispiel hierfür lieferte die St.Galler Juso-Stadtparlamentarierin Andrea Scheck gleich zu Beginn des Anlasses im Saal der Evangelischen Kirchgemeinde Wil. «An der kürzlich stattgefundenen Demonstration in Bern waren unzählige ‹Klimagrosis› mit dabei, was doch aufzeigt, dass Themen wie Klimawandel und Klimaschutz generationenübergreifend interessieren.»

Andrea Scheck stand mit den Nationalratskandidierenden Mike Egger (SVP), Noah Menzi (Jungfreisinnige), Franziska Ryser (Junge Grüne) und Annik Hasler (Junge CVP) vor rund 40 Zuhörern an den Podiumstischen. Im Gespräch zwischen unter 30-jährigen Jungpolitikern mit der Generation 60plus entwickelt sich ein interessanter Austausch von politisch ungleich denkenden Stimmbürgern. Fair und doch zuweilen etwas intensiver wird über die Kernthemen der aktuellen politischen Lage der Schweiz referiert und diskutiert. Das Generationengespräch zeigte auf, dass sich die Jungpolitiker der kommenden Aufgaben, Probleme und Veränderungen, auf welche die Schweiz zusteuert, bewusst sind.

Die Crux mit dem Altsein

Franziska Ryser sagte, dass die Unterschiede zwischen den Parteien grösser seien, als diejenige zwischen den Generationen. Noah Menzi forderte die Ü-60er auf, ebenso egoistisch zu sein wie die Jungen. «Teilt mit uns euren Erfahrungsschatz, schaut aber in erster Linie auf euch selbst», sagte der Jungfreisinnige. Mike Egger bedankte sich bei den Älteren: «Dank euch geht es uns in der Schweiz derart gut.» Zum Thema Rentenalter äusserten sich die Jungpolitiker differenziert. Voten für eine Angleichung von Mann und Frau (Egger) oder gegen jegliche Erhöhung des Rentenalters (Scheck), bis hin zur Gleichstellung und Rentenalter ab 66 (Menzi) waren zu hören.

Einstimmigkeit zum Thema Alter herrschte, wenn von den jungen Nationalratskandidierenden auf das parteiübergreifende Miteinander gepocht wurde. Die Crux des Altseins, mit all seinen – insbesondere finanziellen – Schwierigkeiten; es müssen Lösungen her. Einig war man sich darin, egal welchen Alters, dass die Digitalisierung ungebremst Einzug halten werde. Das müsse aber nicht nur negative Auswirkungen haben, es verschiebe nur gewisse Arbeitsabläufe. Andrea Scheck: «Warum nicht einfach weniger arbeiten? Dann bliebe auch mehr Zeit, sich freiwillig für das Gemeinwohl einzusetzen.»

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