Die Tür weit aufgestossen

Im 2.-Liga-Handball gewinnt der KTV Wil auswärts bei Vorderland nach einem 2:8-Rückstand mit 33:22. Damit erreichen die Äbtestädter höchstwahrscheinlich die Aufstiegsspiele zur 1. Liga.

Simon Dudle
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HANDBALL. Der Start in die Partie in Heiden gegen den Tabellenletzten Vorderland hätte aus Wiler Sicht ungünstiger nicht verlaufen könnten. Die Partie war geprägt von vielen Fehlern, unkonzentrierten Abschlüssen und Unzulänglichkeiten der Gäste, so dass sich der Wiler Trainer Sebastian Raschle gezwungen sah, schon nach zehn Minuten beim Stand von 8:2 für Vorderland sein Time-out zu nehmen.

Wil an der Tabellenspitze

Mit einer gewissen Verzögerung zeigte diese Massnahme Wirkung, und die Gäste bekamen das Spiel immer besser in den Griff. In den verbleibenden 20 Minuten der ersten Halbzeit kassierten sie nur noch drei Gegentreffer, so dass sie bei Spielhälfte das Resultat gedreht hatten und mit 15:11 führten. Der Sieg geriet nie mehr in Gefahr, und am Ende war die Führung auf elf Tore Unterschied zum 33:22-Sieg ausgebaut. Viel Freude wollte bei den Äbtestädtern aber nicht aufkommen – zu durchzogen war der Auftritt und zu viel hatte nicht zusammengepasst. Fast grösser war die Befriedigung bei Gegner Vorderland, der sich auch nach Spielschluss noch über die zwischenzeitliche 8:2-Führung freute.

Beim Abendessen erfuhr die Wiler Delegation, dass an diesem Tag alles für sie gelaufen war. Da sich Goldach-Rorschach gegen Rover Wittenbach mit 29:28 durchgesetzt hatte, übernahm der KTV Wil die Tabellenführung. Alle Mannschaften haben ihr Rendement abgespult – mit Ausnahme von Wil und Fortitudo Gossau, die am nächsten Samstag im Lindenhof im Saisonschluss-Spiel aufeinandertreffen.

Noch eine Rechnung offen

Die Wiler erreichen die Aufstiegsspiele zur ersten Liga, wenn sie dabei entweder punkten oder nicht höher als mit 16 Toren Unterschied verlieren. Gossau braucht noch einen Punkt. Vorzeitige Gratulationen nimmt Wils Trainer Raschle aber noch nicht entgegen: «Es wird diese Woche konsequent und konzentriert trainiert. Wir haben das Hinspiel gegen Fortitudo verloren und wollen uns nun revanchieren.»

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