«Die Totengräber des Kathi»

Was sich anhört wie die neuste Hörbuchausgabe von Sherlock Holmes (oder der Titel des nächsten Kathi-Musicals), ist die in gewissen Kreisen geläufige Bezeichnung der Jungen Grünen Wil seit ihrer Beschwerde beim Kanton.

Anna Koller, Wil
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Was sich anhört wie die neuste Hörbuchausgabe von Sherlock Holmes (oder der Titel des nächsten Kathi-Musicals), ist die in gewissen Kreisen geläufige Bezeichnung der Jungen Grünen Wil seit ihrer Beschwerde beim Kanton. Meiner Meinung nach eine völlig undifferenzierte Wahrnehmung und Verkennung der Situation. Selbst war ich zwei Jahre Schülerin im Kathi und habe gute und schlechte Erinnerungen an jene Zeit, wie jeder andere Schüler in anderen Oberstufen auch. Hier liegt die Schlüsselphrase: «Wie jeder andere auch». In der Schweiz gibt es ein Gesetz, vor dem alle gleich sein sollten. Das ist keine Erfindung der Jungen Grünen. Das Kathi als Schule möchten wir weder vernichten noch den Menschen schaden, die dort ihre Arbeit leisten. Aber bestimmte Rahmenbedingungen, die für öffentliche Schulen in der Schweiz gelten, werden von der Kathi-Führung ignoriert. Seit dem Wechsel im Schulratspräsidium hat sich auch der Stadtrat dieser Vogel-Strauss-Politik verschrieben. Die Bevölkerung soll wissen, dass wir uns bemühen, den unhaltbaren Zustand zweifelsfrei zu belegen, damit er zielgerichtet bereinigt werden kann. Dass dies einer Beschwerde bedurfte, ist bedauerlich. Es wäre wünschenswert, dass solche Angelegenheiten in Stadtrat und Parlament ohne rechtlichen Druck seriös abgehandelt werden.