Die Teflonpfanne

Woher stammt der Mythos mit der Krebsgefahr? Das hört man immer wieder. Nur nicht mit einem Metalllöffel oder gar einem Messer in der Pfanne herumkratzen. Bei Teflonpfannen könnten krebserregende Stoffe entstehen, so die landläufige Meinung.

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Woher stammt der Mythos mit der Krebsgefahr? Das hört man immer wieder. Nur nicht mit einem Metalllöffel oder gar einem Messer in der Pfanne herumkratzen. Bei Teflonpfannen könnten krebserregende Stoffe entstehen, so die landläufige Meinung.

Tatsächlich tut das Kratzen der Anti-Haft-Beschichtung nicht gut, aber richtig gefährlich ist es nicht. Selbst wenn sich von der Beschichtung kleinste Teilchen lösen und verschluckt werden, besteht keine unmittelbare Gesundheitsgefahr.

Aber aufgepasst! Verbrannte Speisen sind im Gegensatz zu zerkratzten Teflonbeschichtungen gesundheitlich nicht unbedenklich. Auch wenn praktisch kein Fett verwendet wird, bleibt in solchen Pfannen kaum etwas kleben. In zerkratzten Pfannen hingegen brennt's leichter an, und appetitlich ist es sicher auch nicht. Im Klartext heisst das: Eine beschädigte Pfanne gehört in dem Müll, oder man lässt sie neu beschichten.

Ich empfehle Ihnen, bei Teflonpfannen immer Holz oder Kunststoffwerkzeug zu verwenden. Diese schonen die empfindliche Schicht. Doch woher stammt dann überhaupt der Mythos mit der Krebsgefahr? Gesundheitsschädliche Stoffe können bei starker Überhitzung, dass heisst bei Temperaturen über 360 Grad Celsius entstehen. Diese Temperaturen werden bei normalem Braten sicher nicht erreicht, sondern nur, wenn beispielsweise eine leere Pfanne auf dem Herd vergessen wird.

Erich Berger, prämierter Koch, betreibt heute eine Kochschule in Münchwilen. Berger berichtet jeden Donnerstag aus dem Innenleben einer Küche. Fragen, Anregungen? info@bergers-kochart.ch www.ritterschmaus.ch