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Die Tabelle der Wahrheit

Das Klanghaus Toggenburg ist im Kantonsparlament gescheitert. 15 Kantonsratsmitglieder der Wahlkreise Wil und Toggenburg waren für das Projekt, elf dagegen, drei stimmten nicht ab.
Hans Suter

REGION. Im strukturschwachen Toggenburg hätte beim Schwendisee oberhalb Wildhaus und Unterwasser das Klanghaus Toggenburg entstehen sollen. 19 Millionen Franken hätte der Kanton St. Gallen beigesteuert. Die restlichen fünf Millionen Franken müssten durch private Dritte finanziert werden. Der jährlich durch den Kanton zu leistende Defizitbeitrag würde sich auf rund 300 000 Franken belaufen.

Volkes Stimme nicht gefragt

Das letzte Wort hätte bei dieser Investitionssumme allerdings das Stimmvolk gehabt. Doch dazu kommt es nicht: Mit dem Negativentscheid bei der Schlussabstimmung verhinderte das Kantonsparlament, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne Stellung nehmen können.

Chance nicht genutzt

Der Unmut im Toggenburg ist gross. Seither wird die Schuld am Desaster hin und her geschoben. Ein Blick auf das Abstimmungsverhalten zeigt, dass es die Kantonsrätinnen und Kantonsräte der Wahlkreise Wil und Toggenburg in der Hand gehabt hätten, diesem bislang einzigartigen Projekt zur Geburt zu verhelfen. Wenn sie es denn gewollt hätten.

Die FDP stand klar hinter dem Klanghaus: Ein Kantonsrat war zwar abwesend, die fünf anderen drückten jedoch die grüne Taste für ein Ja. Ähnlich sieht es bei der SP aus: Alle vier Sozialdemokraten stimmten Ja. Der Wiler Grüne-Kantonsrat Guido Wick war bei der Abstimmung abwesend. Er hätte wohl Ja gesagt. Wie so häufig war die CVP auch in dieser Frage gespalten: Vier CVP-Kantonsräte sagten Ja, zwei Nein und ein Mitglied war abwesend.

Die Rechte war dagegen

Die Mehrheit der SVP stellte sich von Anfang an gegen das Projekt. Das am häufigsten genannte Argument war: «Zu teuer». Von den neun SVP-Ratsmitgliedern der Wahlkreise Wil und Toggenburg sagten sieben Nein und zwei Ja. Erstaunlich dabei: Ivan Louis aus Nesslau und Mirco Gerig aus Wildhaus sprachen sich gegen das Klanghaus aus. Linus Thalmann aus Kirchberg und Christian Spoerlé aus Ebnat-Kappel sagten entgegen der Parteimeinung Ja.

Einiges Erstaunen löste auch der Gesinnungswandel bei der GLP/BDP-Fraktion aus. Die Wirkung zeigte sich auch im Wahlkreis Wil: Sowohl Patrick Hilb (BDP, Wil) als auch Erika Häusermann (GLP, Wil) sagten Nein. Das Toggenburg hat keine GLP/BDP-Vertreter. Fazit: Das Toggenburg alleine hätte durch Einigkeit kein Ja erwirken können. Mit der Unterstützung aus dem Wahlkreis Wil wäre es aber komfortabel möglich gewesen.

Der Regierungsbeschluss über den Beitritt zur Vereinbarung Hochschule Rapperswil der drei Kantone St. Gallen, Schwyz und Glarus wurde einstimmig gutgeheissen.

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