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Die Studien sind erst der Anfang

Drei Raumplanungsbüros haben sich mit der Frage beschäftigt, wie das vier Hektaren grosse Sonnmatt-Areal in Uzwil für die Schaffung von neuen Pflegeplätzen und altersdurchmischtem Wohnraum genutzt werden könnte.
Urs Bänziger
Einig sind sich die Raumplaner darin, dass die Wohnungen auf dem Land zwischen Seniorenzentrum und Gupfenstrasse erstellt werden sollen. (Bilder: Urs Bänziger)

Einig sind sich die Raumplaner darin, dass die Wohnungen auf dem Land zwischen Seniorenzentrum und Gupfenstrasse erstellt werden sollen. (Bilder: Urs Bänziger)

UZWIL. Gemeindepräsident Lucas Keel hatte an der Informationsveranstaltung über die Arealentwicklung Sonnmatt viele Fragen zu beantworten. Die mehrheitlich betagten Zuhörer hätten am liebsten schon gewusst, wann welche Pflegeplätze und altersgerechten Wohnungen entstehen werden. «Soweit sind wir noch lange nicht», musste Keel die Fragenden trösten. Die von drei Raumplanungsbüros erarbeiteten und am Montagabend in der Cafeteria des Seniorenzentrums Sonnmatt präsentierten Ideen sind erst der Anfang. Jetzt werde sich der Gemeinderat daran machen, die von den Raumplanern aufgezeigten Möglichkeiten zu vertiefen und weiter zu bearbeiten, erklärte der Gemeindepräsident.

Keel: «Eine Herkulesaufgabe»

Aufgrund der demographischen Entwicklung muss Uzwil und die dem Zweckverband Sonnmatt angeschlossenen Nachbargemeinden Oberuzwil und Oberbüren gemäss einer Bedarfsplanung bis ins Jahr 2025 über 100 neue Pflegeplätze schaffen. «Das ist eine Herkulesaufgabe», sagte Keel. Ihm bereitet weniger das Bauen Sorgen, sondern vielmehr die Betreuung der betagten Menschen. «Die 173 Betten im Seniorenzentrum sind voll belegt. Für die Betreuung der Heimbewohner sind 230 Mitarbeitende beschäftigt. Kommen weitere 100 Plätze dazu, muss der Personalbestand entsprechend vergrössert und auch finanziert werden.»

Das Areal des Seniorenzentrums Sonnmatt umfasst rund vier Hektaren. Das Land ist im Besitz der Gemeinde Uzwil. Die Raumplaner hatten die Aufgabe aufzuzeigen, wie das Areal genutzt werden könnte. Keel betonte, dass es die Aufgabe der Gemeinde sei, Pflegeplätze zur Verfügung zu stellen. Im Bereich «Betreutes Wohnen» sehe der Gemeinderat keinen Handlungsbedarf, um selbst aktiv zu werden und zu investieren. Er könne sich aber vorstellen, dafür Land zur Verfügung zu stellen und die Realisierung und Finanzierung privaten Investoren zu überlassen. Das könne eine Genossenschaft sein. «Das Land privaten Investoren abzutreten, birgt Risiken. Der Gemeinderat will keine Schnellschüsse, sondern überlegt Vorgehen und Handeln», betonte Keel. «Gemeinsam mit den beiden Partnergemeinden werden wir die Anforderungen detailliert auflisten und Bauvorhaben in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Synergien und betriebliche Abläufe prüfen.»

Kein «Altersghetto» schaffen

Ein wichtiger Nebenaspekt sei, dass der Gemeinderat mit Blick auf die Pflegefinanzierung kein Interesse daran habe, dass Leute von auswärts die altersgerechten Wohnungen belegen werden. Sie sollen den älteren Personen der drei Zweckverband-Gemeinden zur Verfügung stehen. Aus den Reihen der Zuhörenden wurde die Frage aufgeworfen, ob es denn die Wohnungen überhaupt brauche. Ebenso wurde davor gewarnt, kein «Altersghetto» zu errichten.

Ziel sei es, generationenübergreifenden Wohnraum zu schaffen, erklärte der Gemeindepräsident. Zu einer sorgfältigen Planung gehöre auch, den Bedarf beziehungsweise Angebot und Nachfrage genau abzuwägen. «Wir werden sicher nicht alles auf einmal überbauen, sondern Schritt für Schritt realisieren.»

Teilnehmer der Informationsveranstaltung studieren ein Modell.

Teilnehmer der Informationsveranstaltung studieren ein Modell.

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