Die Strassen geben weiter zu reden

Ende Monat stimmen die Zuzwiler über einen Kredit in der Höhe von 2,4 Millionen Franken ab, mit dem drei Strassen saniert werden sollen. An einem Infoanlass am Dienstag wurde sachlich diskutiert – unter anderem über die Beleuchtung.

Simon Dudle
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Bauingenieur Markus Brühwiler zeigt, wo auf der Hinterdorfstrasse künftig das Postauto halten wird. (Bild: Simon Dudle)

Bauingenieur Markus Brühwiler zeigt, wo auf der Hinterdorfstrasse künftig das Postauto halten wird. (Bild: Simon Dudle)

ZUZWIL. Das Thema Strassen hat es in Zuzwil in sich. Nachdem Ende März ein Kreditantrag von 1,2 Millionen Franken für die Sanierung der Hinterdorfstrasse von den Stimmbürgern verworfen worden war, kommt nun ein Sanierungsprojekt zur Abstimmung, das auch die Ifang- und die Oberdorfstrasse beinhaltet und mehr Rücksicht auf den «schwachen Verkehrsteilnehmer» nimmt. Abgestimmt wird am 30. November an der Urne.

Ifangstrasse wird schmaler

Der zuständige Bauingenieur Markus Brühwiler und Gemeindepräsident Roland Hardegger stellten die Projekte am Dienstagabend vor. Die Erneuerung der Hinterdorfstrasse soll 850 000 Franken kosten – und somit rund 100 000 Franken günstiger sein als beim ersten Antrag. Zu reden gab vornehmlich die Beleuchtung. Geplant sind nämlich Seilpendelleuchten, was einzigartig wäre im Dorf und teilweise auf Unverständnis gestossen ist. «Man kann mit Seilpendeln die Strasse und auch das Trottoir besser ausleuchten. Zudem haben sie weniger Einfluss auf die Anwohner als die Kandelaber», sagte Hardegger.

Auf dieser Hinterdorfstrasse soll das Postauto zwar weiterhin vor dem Gemeindehaus, aber auf der Strasse anhalten. Derzeit hat es eine Einbuchtung, was laut Brühwiler nicht mehr zeitgemäss ist.

Auf der Ifangstrasse, die ein Wohngebiet erschliesst, halten sich nur rund 75 Prozent der Verkehrsteilnehmer an «Tempo 50». Darum sind dort horizontale Versätze geplant, um das Tempo zu drosseln. Die Fahrbahnbreite wird auf 5,40 Meter verschmälert, bei den Versätzen auf 3,60 Meter. Die Kosten belaufen sich auf 590 000 Franken.

Am wenigsten äusserliche Veränderungen geplant sind auf der Oberdorfstrasse, welche die beiden Gemeinden Zuzwil und Wuppenau verbindet. Die Geometrie der Fahrbahn erhält keine Anpassung, und es wird lediglich die beschädigte Oberfläche instand gestellt. Kostenpunkt: 530 000 Franken. Das ergibt Kosten für den Strassenbau von 1,97 Millionen Franken. Da gleichzeitig auch die Leitungen erneuert werden, beläuft sich der Gesamtkredit auf 2,432 Millionen Franken. «Eine Mehrheit für diesen Kredit zu gewinnen, ist nicht einfach, aber möglich», sagte Hardegger am Infoanlass. Er betonte, dass diese Sanierungsprojekte keine Steuerfusserhöhung zur Folge hätten.

Keine Tempo-30-Zonen

Die Diskussion wurde fast ausschliesslich sachlich geführt. Emotionen kamen keine auf. Gefragt wurde, ob man Tempo-30-Zonen einführen könne, was Hardegger verneinte.

Heissen die Stimmbürger Ende Monat den Kreditantrag gut, wird als erstes die Hinterdorfstrasse saniert, und zwar im Jahr 2015. Die Ifang- und Oberdorfstrasse folgen 2016 oder allenfalls 2017. Auch bei einem Nein wird übrigens saniert – einfach nur die Leitungen.

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