Die Stimmen des Kammerchors Wil brillieren seit 60 Jahren

Am Samstagabend lud der Kammerchor Wil zum Jubiläumskonzert.

Adrian Zeller
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In diesem Jahr feiert der Kammerchor Wil sein 60-jähriges Wirken. Am Konzert vom Samstag in der gut gefüllten Kreuzkirche präsentierte er eine breite Palette von feierlicher Musik. Anlässlich des Jubiläums wurde das Thema «Magnificat!» ausgewählt. Es stellt den Lobgesang der Gottesmutter Maria «Magnificat anima mea Dominum» (Meine Seele preist die Grösse des Herrn) ins Zentrum.

Im Konzertprogramm wurden Werke von Komponisten aus unterschiedlichen Epochen präsentiert. Der Bogen spannte sich von Melodien der Renaissance über den Barock, von der Klassik und Romantik bis in die Neuzeit. Entsprechend vielfältig waren die Stile und die Stimmungen der Werke. Es waren Kompositionen von Felix Mendelssohn, Heinrich Schütz, Sergej Rachmaninov, Anton Bruckner, Martina Schäfer, Arvo Pärt, Gaetano Donizetti und Baldasare Galuppi zu hören. Die unterschiedliche Interpretation des selben Themas durch die Komponierenden aus verschiedenen Phasen der Musikgeschichte machte das Konzertprogramm besonders reizvoll.

Die strahlenden Lichter der kreisrunden Leuchter in der Kirche sowie die in festliches Schwarz gekleideten Sängerinnen und Sänger unterstrichen atmosphärisch den feierlichen Moment in der Chorhistorie.

Langanhaltende Standing Ovations

Präsidentin Natalie Strässle Baumann sagte gegenüber dieser Zeitung:

«Wenn terminlich möglich, konzertieren wir sehr gerne in der Kreuzkirche. Sie eignet sich akustisch und von den Platzverhältnissen her ideal für ein Konzert – sowohl für die Musizierenden, wie auch für das Publikum.»

Die Singgemeinschaft wurde von einem ad-hoc-Ensemble aus Streichern und Bläsern der Sinfonia.Baden begleitet. Die Solopassagen interpretierte die Innerschweizer Sopranistin Maria C. Schmid in einer sehr warmen, ergreifenden Weise. Die Korrepetitorin des Kammerchors, Oxana Peter-Fedjura, unterstützte den Chor mit sensibel gespielten Orgelklängen. Die Gesamtleitung hatte Felicitas Gadient inne.

Mit lang anhaltenden Standing Ovations drückte das Publikum seine Anerkennung für das ebenso tiefgründige wie nachhallende Klangerlebnis aus. «Zum Teil waren es sehr anspruchsvolle Stücke», meinte eine Besucherin nach dem Konzert respektvoll, sie ist selber erfahrene Chorsängerin.