Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Die Stimmbürger von Oberuzwil haben gesprochen: Der Steuerfuss bleibt, der Kindergarten wird saniert

Dem Kredit für die Sanierung und Aufstockung des Kindergartens Schulstrasse hat die Bürgerschaft von Oberuzwil zugestimmt. Auf weniger Anklang stiess Armin Bachofners Antrag auf eine Steuerfusssenkung um zwei Prozentpunkte.
Tobias Söldi
298 Stimmberechtigte nahmen an der Bürgerversammlung teil. Bei 4117 Stimmberechtigten in der Gemeinde macht das einen Anteil von 7,23 Prozent aus. (Bild: Tobias Söldi)

298 Stimmberechtigte nahmen an der Bürgerversammlung teil. Bei 4117 Stimmberechtigten in der Gemeinde macht das einen Anteil von 7,23 Prozent aus. (Bild: Tobias Söldi)

Als politischer Krimi entpuppte sich die Bürgerversammlung in der Mehrzweckanlage Breite nicht gerade. Dafür hätten die 298 Anwesenden den Kriminalroman «Alt ist nicht kalt» erstehen müssen, der vor der Turnhalle anlässlich des 1200-Jahr-Jubiläums der Gemeinde zum Verkauf stand. Für etwas erhitzte Gemüter sorgte an diesem Abend lediglich die Diskussion über eine Steuerfusssenkung.

Armin Bachofner, Präsident der Wasserkorporation Oberuzwil, schlug seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern vor, den Steuerfuss von 129 auf 127 Prozentpunkte zu senken. Sein Hauptargument: Oberuzwil steht finanziell gut da. Der letzte negative Rechnungsabschluss geht auf das Jahr 2001 zurück, seit 2008 ist die Gemeinde schuldenfrei, ausserdem budgetiere der Gemeinderat immer äusserst vorsichtig.

«Eine Senkung wäre eine Wertschätzung der Gemeinde gegenüber den Steuerzahlern.»

Wegen der Reform des Steuergesetzes verschoben

Sein Vorschlag stiess allerdings auf wenig Resonanz. Thomas Franck, Co-Präsident der CVP Oberuzwil, riet in seinem Votum dazu, die Steuersenkung erst in einem Jahr in Betracht zu ziehen. «Angesichts der anstehenden Steuergesetzreform verstehen wir die vorsichtige Haltung der Gemeinde», sagte Franck.

Gemeindepräsident Cornel Egger gab zwar zu, dass man finanziell tatsächlich gut dastehe, machte aber auch darauf aufmerksam, dass eine Senkung um zwei Steuerprozente einem Mittelentzug von etwa 250000 Franken entspräche.

«Was entzogen wird, muss irgendwo kompensiert werden. Und es kommt selten vor, dass jemand zu uns kommt und uns sagt, wo wir sparen könnten.»

Die Mehrheit der 298 stimmberechtigten Anwesenden war derselben Meinung und sprach sich klar gegen den Bachofners Vorschlag aus.

Kindergarten an der Schulstrasse wird saniert

Diskussionslos angenommen wurde hingegen der Kredit für die Sanierung und Aufstockung des Kindergartens an der Schulstrasse. Dieser beträgt 1,48 Millionen Franken. Das Projekt sieht die Gesamtrenovation des Kindergartens sowie den Ausbau des Dachgeschosses vor, wo unter einem Pultdach teilweise neuer Schulraum entstehen soll. Die Sanierung soll im Winter 2019/2020 erfolgen.

Dass Handlungsbedarf besteht, ist unbestritten. «Ein Gebäudecheck durch ein Architekturbüro hat aufgezeigt, dass die Liegenschaft höchst sanierungsbedürftig ist», erklärte Gemeindepräsident Egger. Das Dach, die Fassadenanschlüsse und die Abwasserleitungen sind in einem schlechten Zustand und müssen komplett ersetzt beziehungsweise erneuert werden. Ausserdem entsprechen die aktuellen Raumverhältnisse nicht mehr den heutigen Bedürfnissen.

Viele Zahlen und wenig Wasser

Bei den verschiedenen Rechnungen der Gemeinde Oberuzwil gab es keine Überraschungen: Sie wurden einstimmig genehmigt. Der Ertragsüberschuss von 1,3 Millionen Franken wird grösstenteils für die dritte Etappe der Schulraumplanung der Primarschule eingesetzt. Das Eigenkapital beträgt neu 7,1 Millionen Franken. Das Budget 2019 schliesst bei einem Aufwand von rund 35,3 Millionen Franken, einem Ertrag von 34,8 Millionen und gleichbleibenden Steuerfuss von 129 Prozent mit einem Minus von 422150 Franken ab.

Jahresrechnung und Budget der Wasserkorporation Oberuzwil präsentierte Präsident Armin Bachofner. Auch sie wurden ohne Gegenstimmen akzeptiert. Bachofner warf zudem einen Blick zurück auf ein schwieriges Jahr: Trockenheit und Hitze beschäftigten die Wasserkorporation stark. Nur dank guter Vernetzung mit den Wasserversorgungen der Region habe man die schwierige Zeit gut überstanden. Bachofner warnt aber: «Es ist wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahrzehnten jeder zweite Sommer so ausfallen wird.» (tos)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.