Die «Säulen», die eine Ehe tragen

Bereits das siebte Ehepaar-Frühstück wurde von der Evangelischen Kirchgemeinde Niederuzwil unter der Leitung von Caroline und Pfarrer Christoph Baumann durchgeführt. Über dreissig Ehepaare nahmen daran teil.

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NIEDERUZWIL. Das Referentenpaar Peter und Elsbeth Wunderli brachten das Thema «Die Säulen der Ehe» zur Sprache. Und richteten den Fokus darauf, nicht Schwächen auszumerzen, sondern Stärken zu stärken. Über dreissig Ehepaare liessen sich das Zmorge schmecken.

Das Referat eröffneten Peter und Elsbeth Wunderli mit einer Erklärung zu den sieben Säulen, die eine Ehe ausmachen. Peter Wunderli hatte ein eindrückliches Anschauungsmaterial geschreinert, sieben verschiedene Säulen aus zwei Holzarten mit verschieden grossen Anteilen, zwei Teile ineinander gefügt.

Welches ist die stärkste Säule?

Die Säulen dokumentieren die Bereiche Wohnen, Dialog, Glauben, Liebe, Elternschaft, Sexualität und Alltag. Welche Säule ist bei der jeweiligen Ehe wohl die stärkste? In einem kurzen Zwischengespräch tauschten sich die Paare aus. Die Anteile der Ehepartner in den verschiedenen Säulen können ausgeglichen, aber auch unterschiedlich sein, was nicht unbedingt ein Nachteil und keine Messlatte für eine gute Ehe sein müsse. Es gelte, die Idealbilder sterben zu lassen, die Ehe in der momentanen Entwicklungsphase anzunehmen. Das Plädoyer war, die stärksten und starken Säulen noch mehr zu stärken, dort falle «die Arbeit» leicht, und ein Erfolgserlebnis sei garantiert.

Gute Atmosphäre schaffen

Das gebe in der Ehe eine gute Atmosphäre und helfe, mit den Schwächen des Partners und anspruchsvollen Situationen im Alltag leichter umgehen zu können. Es sei falsch, sich zu verweigern, bis der Partner die Schwachstellen abgebaut hat. Richtig sei, sich selbst zu investieren, ohne Bedingungen zu stellen. Nicht grosse, sondern kleine Entwicklungsschritte sollten geplant werden, nur was zu 90 Prozent Erfolg verspreche, mache Sinn. Es gelte auch, sich persönlich zum Bauen zu entscheiden, den anderen in heilsamer Freiheit loszulassen und Eigenverantwortung zu übernehmen. Wunderlis sprachen vom doppelten unabhängigen Ja. Das ermögliche einen Entscheid, der miteinander getragen wird. In schwierigen Situationen könne Gott mit Rat zur Seite stehen. Kurz zu beten und den nächsten hilfreichen Gedanken aufzunehmen helfe, das Richtige zu tun. Mit abschliessendem Gedanken von Pfarrer Christoph Baumann wurden Elsbeth und Peter Wunderli verabschiedet. Es war ein reicher Impulsmorgen. Das nächste Ehepaar-Frühstück findet am 24. März 2012 statt. (mm.)