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Die Sache mit den Traditionen

Zum 48. Mal trafen sich die ältesten Flawiler Fussballer am Sonntag zur traditionellen Veteranentagung. Ganz so traditionell war sie dann aber doch nicht, wurde doch glatt das Fussballerlied vergessen.
David Metzger
Statt sangesfreudige Fussballveteranen bestritt Countrysängerin Romy Joy den musikalischen Part der Versammlung. (Bild: David Metzger)

Statt sangesfreudige Fussballveteranen bestritt Countrysängerin Romy Joy den musikalischen Part der Versammlung. (Bild: David Metzger)

Fussballer und Traditionen. Das ist so eine Sache. In Fankreisen, da ist Tradition ein vielzitiertes Schlagwort – Vereine ohne Tradition wie beispielsweise in der deutschen Bundesliga RB Leipzig – werden sehr oft belächelt. Und auch die Spieler selbst. Wo gibt es sie heute noch, die im Profifussball nicht aufgrund des Geldes zu einem anderen Verein wechseln und Tradition walten lassen? Fast nirgends.

So darf man im Breitensport eben auf diese vielzitierte Tugend der Tradition noch stolz sein. Doch ausgerechnet jetzt scheinen es die älteren Herren des Fussballclubs Flawil nicht mehr derart ernst zu nehmen. Normalerweise ist es beim FC Flawil üblich, bei Hauptversammlungen jeglicher Art, das beliebte Fussballerlied im Anschluss an die Tagung anzustimmen. Doch weit gefehlt, diesmal blieben die Kehlen der an und für sich als sehr traditionell geltenden Veteranen stumm. Das Fussballerlied ging ganz einfach unter. Immerhin wusste man das Malheur mit Humor zu nehmen. Für Musik und Unterhaltung sorgten danach noch andere Künstler. So traten das Trio Grausam aus Oberbüren sowie Countrysängerin Romy Joy vor den 126 versammelten Mitgliedern auf.

Veteranen-Status vor dem 50. Lebensjahr

Die Veteranentagung des FC Flawil bildet das älteste Vereinsgremium. Jedes Vereinsmitglied wird in seinem entsprechenden Jahrgang, diesmal der Jahrgang 1967, neu in die Vereinigung aufgenommen. «In diesem Jahr dürfen wir sieben neue Mitglieder begrüssen, die unserem Aufruf gefolgt sind», verkündete Sekretär Haro Niedermann der gesamten Belegschaft nicht ohne Stolz. Als ältestes Mitglied durfte Otto Bommeli mit Jahrgang 1930 seine Gratulationen entgegennehmen. Präsident Peter Bernardi wurde von den Mitgliedern einstimmig in seine 17. Amtszeit gewählt. Damit wird Bernardi in der kommenden Amtsperiode seinen Vorgänger Fritz Trachsel einholen.

In seiner Festrede legte Bernardi den Fokus bereits auf die 50. Veteranentagung, welche in zwei Jahren stattfinden wird. «Das wird ein echtes Highlight und für alle ein sehr spezielles Ereignis», liess Bernardi verlauten. Auch aus diesem Grund entschied sich die Vereinigung, bereits im laufenden Jahr genügend Rückstellungen zur Finanzierung dieses Anlasses zu bilden. Obwohl noch nichts Konkretes geplant ist. «Und auch wenn, verraten würden wir es sowieso nicht», fasste der Präsident der Veteranenvereinigung zusammen. Eines ist aber jetzt schon klar: Das Fussballerlied, das soll wieder gesungen werden.

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