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Die Ritter kehren 2016 zurück

WIL. Die Zukunft des Hof-Spektakels ist gesichert. In zwei Jahren bevölkern wiederum Schwertkämpfer, Burgfräulein und Gaukler die Äbtestadt. Das OK konnte mit der Durchführung im Mai das durch die Absage im vergangenen Jahr entstandene Minus ausgleichen.
Philipp Haag
In zwei Jahren werden auf der Reitwiese wiederum spektakuläre Feuerkämpfe zu sehen sein. (Bild: Markus Eberl)

In zwei Jahren werden auf der Reitwiese wiederum spektakuläre Feuerkämpfe zu sehen sein. (Bild: Markus Eberl)

Mit ihrem Heinrich zog sie durch die Gassen, die Ida von Toggenburg. Schön gewandet, beehrte die frisch vermählte Gräfin hoch zu Ross die Äbtestadt, gefolgt von ihrem Hofstaat mit noblen Damen, stolzen Rittern, Musikanten und lustigen Gauklern. Der hohe Besuch fand im Rahmen des Hof-Spektakels statt. Während dreier Tage verwandelten sich im Mai die Reitwiese und die Weierwise am Fusse des Hof zu Wil in ein prächtiges Mittelalter-Dorf. «Es war so etwas wie ein Schlüssel-Hof-Spektakel», sagt OK-Präsident Philippe Weder. Für das OK war klar: Funktioniert das Konzept erneut, gehört das Hof-Spektakel künftig fix in die Agenda von Wil. Hält sich das Interesse aber in Grenzen, ist eine Wiederholung in Frage gestellt.

Rund 10 000 Besucher

«Es war ein voller Erfolg», sagt Weder. Nicht nur seitens der Schausteller und Darsteller war das Interesse gross – es beteiligten sich rund 60 Marktfahrer und etwa 220 Akteure aus ganz Europa am Mittelalter-Spektakel – auch das Publikum liess sich die Zeitreise 800 Jahre zurück nicht entgehen. Rund 10 000 Besucherinnen und Besucher schlenderten von Freitag bis Sonntag durch den historischen Markt. Auf Grund des Erfolgs bestand für das OK kein Zweifel: Das Hof-Spektakel hat seine Berechtigung. Weder und seine Kern-OK-Kollegen Manfred Schubert (Infrastruktur), Marius Ammann (Heerlager, Marketing) und Manuel Nick (Stv. Präsidium) legten darum das Datum für die nächste Durchführung bereits fest: Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. Juni 2016. Der Anlass vom Mai legte dem OK ein finanzielles Polster für das Hof-Spektakel in zwei Jahren. Im vergangenen Jahr war der mittelalterliche Markt buchstäblich ins Wasser gefallen. Anhaltender Regen liess ein Betreten des aufgeweichten Untergrunds auf der Reitwiese nicht zu. Das Hof-Spektakel musste abgesagt werden. Der Verzicht auf die Durchführung führte zu einem Minus im vierstelligen Bereich. Das Loch in der Kasse konnte mit der diesjährigen Austragung ausgeglichen werden, wie Weder sagt, obwohl der Regen dem OK beinahe wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Der obere Teil der Reitwiese Richtung Rossrüti stand unter Wasser. Dank dem spontanen Umdisponieren des OKs und dem Entgegenkommen der Stadt konnte ein Teil des Mittelalter-Dorfes auf die Weierwise auf der anderen Seite des Damms verlegt werden.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus

Die Durchführung vom Mai war das vierte Mittelalter-Spektakel. Zum ersten Mal bevölkerten Ritter, Gaukler, Feuerspeier und Burgfräulein im Jahr 2008 die Altstadt und die Weierwise. Der Mittelalter-Event fand auf Wunsch der Stadt aus Anlass der zweiten Bauetappe des Hofs statt. Bereits vor sechs Jahren war das Interesse gross. Rund 6000 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg ins mittelalterliche Wil. Im Zwei-Jahres-Rhythmus wuchs das Fest zu einem Spektakel heran. Dieser Zwei-Jahres-Rhythmus wird nun wieder aufgenommen. «Das Hof-Spektakel soll nicht an Exklusivität verlieren», begründet Weder die Durchführung alle zwei Jahre. Denn der Mittelalter-Markt wird sowohl von den Akteuren als auch den Besuchern als echt, als authentisch wahrgenommen – ein Markenzeichen.

Philippe Weder OK–Präsident Hof-Spektakel (Bild: Philipp Haag)

Philippe Weder OK–Präsident Hof-Spektakel (Bild: Philipp Haag)

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