Die Punkte bleiben im Kanton

Der FC Sirnach und der FC Frauenfeld trennen sich 0:3 zugunsten des FC Frauenfeld. Die Kantonshauptstädter waren vor allem in der zweiten Hälfte das bessere Team und haben den Sieg verdient.

Urs Nobel
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Der FC Sirnach (blau) geriet öfter unter Druck, als im lieb war. (Bild: Urs Nobel)

Der FC Sirnach (blau) geriet öfter unter Druck, als im lieb war. (Bild: Urs Nobel)

FUSSBALL. Der FC Frauenfeld behält nach seinem Erfolg seine aussichtsreiche Position zusammen mit Freienbach und Kosova an der Tabellenspitze. Sirnach muss sich nach der Niederlage wieder gegen hinten orientieren. Mit einem Spiel weniger liegen die Hinterthurgauer auf gleicher Höhe wie der FC Arbon, der gegen Amriswil ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben hat.

Chancen waren vorhanden

Sirnachs Trainer Rui Luis benötigte nach dem Spiel zuerst ein paar Minuten, ehe er mit dem Journalisten die Niederlage seines Teams analysieren konnte. «Wir wussten um die offensive Stärke des FC Frauenfeld und richteten uns entsprechend darauf ein. In der ersten Halbzeit ist uns dies gelungen, und wir haben uns sogar Chancen erarbeitet, um selber in Führung gehen zu können.» Der Trainer sprach dabei den Kopfball von Arifi an, der nur an die Latte sprang, oder den Abschluss von Captain Alessandro Maier kurz darauf. Besagter Schuss wurde jedoch eine Beute von Torhüter Pascal Bretscher, der schliesslich sein Tor die ganze Spielzeit sauber halten konnte.

Wehrli hatte es nicht einfach

Ein sicherer Wert war auch auf Seiten Sirnachs Torhüter Florian Wehrli, der den erkrankten Adnan Radoncic ersetzte. Seine Glanztat in der ersten Halbzeit lieferte der Ersatztorhüter in der 38. Minute ab, als er sich im Direktduell mit Andi Querfozi als Zweikampf-Sieger profilierte. Wehrli hatte vorher aber noch drei Schreckensszenen erfolgreich zu überstehen, als seine Vorderleute fast im Sekundentakt drei riesige Stockfehler produzierten. Dass das Halbzeitresultat noch 0:0 unentschieden stand, war zu jenen Zeitpunkt trotzdem gerecht.

Physisch bereiter

Doch dann drehte der FC Frauenfeld auf. Und Roman Wild, der Trainer, wusste, warum: «Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit das Spiel kontrolliert, und ich glaube, wir waren auch physisch besser unterwegs. Wenn man wie wir dann einmal 2:0 führt, dann ist es immer einfacher.» Zum 2:0 hatte Wild auch eine Erklärung: «Die Szene, die zum 2:0 führte, war nicht unbedingt eine eingespielte. Aber wir haben in den Trainings schon des öftern darüber gesprochen, Freistösse schnell auszuführen, wenn der Gegner nicht genügend organisiert ist.» Tatsächlich befand sich Sirnachs Aussenverteidiger Nico Manz in einem Tiefschlaf, als Felipe Vieria Edi Coutinho in den Lauf spielte und dieser gegen seinen alten Club zum zweiten Frauenfelder-Treffer einschoss.

Der Trainer wollte es anders

Sirnachs Trainer bedauerte das Zustandekommen des zweiten Treffers, während er das 1:0 für Frauenfeld als schönen Treffer einstufte. Gerne hätte er dem Team mit gezielten Auswechslungen nochmals Impulse verliehen. Der verschossene Penalty und die Verletzung von Mirco Oertig trugen jedoch dazu bei, dass Frauenfeld auch noch das 3:0 und somit den Sieg bejubeln durfte.

Die Gegner in Reichweite

Während der FC Frauenfeld weiterhin im Rennen um einen möglichen Aufstieg verbleibt, wird es für den FC Sirnach wieder etwas schwierig. Rui Luis ist jedoch guten Mutes, dass der FC Sirnach nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. «Gegen Frauenfeld darf man verlieren, das müssen wir abhaken. Jetzt kommen aber vermehrt die Gegner auf uns zu, die in unserer Reichweite liegen. Mir steht eine praktisch neue Mannschaft zur Verfügung, und die benötigt noch etwas Zeit.»

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