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Die Parteilosen sind weiter auf dem Vormarsch

Bald jedes zweite Schulrats- und fast jedes fünfte Gemeinderatsmitglied gehört keiner Partei an. Damit bestätigt sich der Trend von 2012.
Hans Suter

Es akzentuiert sich immer stärker: Die Parteilosen übernehmen laufend mehr Verantwortung, aber auch Macht. Bereits bei den Gemeindewahlen von 2012 zeigte sich, dass die Parteilosen in immer grösserer Zahl in die Exekutivämter der Gemeinden vordringen. Sie schafften die Wahl, obwohl sie keine Partei im Rücken hatten, die ihnen Support bot. Ebenso ungeachtet dessen, dass die Wählerschaft häufig nicht genau wusste, für welche Werte die kandidierende Person einsteht. Am gestrigen Wahlsonntag war es nicht anders: In der Legislaturperiode 2017 bis 2020 werden prozentual so viele Parteilose in den Gemeinde- und Schulräten der Region mitwirken und mitbestimmen wie nie zuvor. Obwohl noch nicht alle Mandate vergeben sind und es in einigen Räten noch zu zweiten Wahlgängen kommt, ist der Trend ungebrochen.

Parteilose dominieren einzelne Schulräte

Von den zwölf Primar- und Oberstufen-Schulräten im Wahlkreis Wil sowie den vier Schulräten in den Toggenburger Gemeinden Kirchberg, Lütisburg und Bütschwil-Ganterschwil haben die Parteilosen in acht Räten die Mehrheit. In drei weiteren Räten sind sie gleichauf mit den anderen Parteien. Die Primarschulräte von Niederhelfenschwil (ein Sitz noch nicht besetzt) und Niederwil sind ausnahmslos Parteilose. Insgesamt haben die Parteiunabhängigen gegenüber 2012 zwar drei Mandate (neu 38 Sitze) verloren, legten prozentual aber dennoch von 41,4 auf 44 Prozent zu. Die CVP verliert vier Sitze und hat neu noch 24, während die FDP von 14 auf 15 zulegen kann. Die SP verliert drei Sitze und kommt noch auf vier, die SVP verliert zwei Sitze und hat neu noch deren drei. Auf diverse Parteien oder Gruppierungen entfallen drei Mandate (–1).

Bei den Gemeinderäten sind vier Mandate noch nicht vergeben. Gestern abend zeigte sich folgendes Bild: Die Parteilosen legten von 13 auf 14 Mandate zu. Die CVP (–3) und die FDP (–1) liegen mit je 25 Mandaten gleichauf. Die SVP verliert einen Sitz und kommt noch auf acht, die SP hat nach wie vor fünf Sitze in den Gemeinderäten.

Insgesamt können die Parteilosen zwar nicht mehr so stark zulegen wie noch vor vier Jahren. Sie sind aber längst zu einer ernstzunehmenden Kraft geworden. Das gilt auch für die Gemeinde- und Schulpräsidien: Bereits mehrere Räte werden von Parteilosen geführt.

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