Die neue Standarte ist ein Volltreffer: Niederbürer Schützen lassen sich feiern

Am Samstagnachmittag weihte der Schützenverein Niederbüren auf dem Vorplatz seines Schützenhauses seine neue Standarte ein.

Christof Lampart
Drucken
Teilen
Mit dem sogenannten Fahnengruss die neue Standarte in «Dienst gesetzt».

Mit dem sogenannten Fahnengruss die neue Standarte in «Dienst gesetzt».

Bild: Christof Lampart

Wann genau die alte Standarte, die nun in allen Ehren aus ihrem Dienst entlassen wurde, ihren ersten Einsatz hatte, konnte Pius Jung, Präsident des Schützenvereins Niederbüren, nicht mehr exakt recherchieren. Er vermutet aber, dass dies im Jahr 1964 gewesen sein könnte, «denn im Jahresbericht 1965 wurde die Standarte verdankt», so Pius Jung.

Der Grafiker des neuen Standartensujets, Guido Düring (links), und Aushilfsfähnrich Oliver Renn setzen die neue Standarte zusammen.

Der Grafiker des neuen Standartensujets, Guido Düring (links), und Aushilfsfähnrich Oliver Renn setzen die neue Standarte zusammen.

Bild: Christof Lampart

Wesentlich früher verdankt wurde die Arbeit am neuen Schmuckstück. Sujet-Designer Guido Düring konnte schon beim Auspacken die Glückwünsche aller für die geleistete Arbeit entgegennehmen.

Ein dynamisches, modernes Sujet

Die Standarte mit blauem Grund zeigt in den beiden gegenüberliegenden Ecken das Gemeindewappen Niederbüren und in Gelb das Gründungsjahr des Schützenvereins: 1879. In der Mitte ist ein bewusst schräg gehaltenes und somit sehr dynamisch wirkendes Sujet aus geschwungenen, weissen Linien zu sehen, auf dessen Mitte vier gelbe Geraden zulaufen und in einen grossen, schwarzen Kreis münden, den man durchaus als «das Schwarze» erachten könnte, in das alle Schützen wohl am liebsten treffen.

Vor 150 Jahren boomten die Schützenvereine

Niederbürens Gemeindepräsidentin, Caroline Bartholet, gratulierte den Schützinnen und Schützen zur neuen Standarte und zum regen Vereinsleben: «Diese Standarte ist etwas ganz Spezielles, begleitet sie euch doch in Zukunft an alle Schiessen und trägt somit stolz den Namen Niederbürens in die Welt hinaus.» Zumindest ist zu hoffen, dass die heutigen Vereinsmitglieder im friedlichen Wettkampf erfolgreicher sein werden als ihre Ahnen. Das aus gutem Grund. Pius Jung hatte vor dem Auspacken der Standarte in einem geschichtlichen Rückblick darauf hingewiesen, warum die Schützenvereine in den 1870/1880er-Jahren in der ganzen Schweiz so massiv boomten: «Sie wurden damals massiv vom Bund unterstützt, denn als nach der Gründung des Bundesstaates die Schweiz ein eigenes Heer aufstellen wollte, zeigte sich, dass schnell Not am Mann war, denn die Trefferquote bei der Aushebung belief sich damals auf 15 Prozent.»