Die neue Küche ist bezogen

Die neue Küche der Clienia-Privatklinik Littenheid ist bezogen. Im modernen Neubau werden täglich rund 600 Mahlzeiten produziert. In der Grossküche werden auch sechs geschützte Arbeitsplätze angeboten.

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Littenheid. Das Klinikdorf Littenheid, in dem 430 Mitarbeitende beschäftigt sind, ist um einen Blickfang reicher: Der am Dorfrand neu erstellte und vor wenigen Tagen bezogene Küchenneubau fällt aber nicht nur wegen seiner ganz speziellen kubischen Form und seinen grossen Fenstern auf, sondern gilt auch funktionell als Vorzeigeobjekt.

Optimierte Abläufe

Dass Küchenchef Andreas Feurer in sämtliche Planungsschritte integriert war, bezeichnen Bauherrschaft, Architekten und Küchenplaner unisono als Glücksfall, ist von den Verantwortlichen zu erfahren.

Die für das kundenfreundliche Tablettsystem bis ins letzte Detail optimierten Arbeitsabläufe mit der durchdachten Zu- und Weggangordnung und die verschiedenen, auf die unterschiedlichen Anforderungen der marktfrischen Zutaten konzipierten Kühlräume verraten, dass Andreas Feurer nicht nur leidenschaftlich gerne kocht, sondern auch weiss, dass Qualität von vielen Faktoren abhängt.

Der «Culinarium-zertifizierte» Betrieb lege sehr viel Wert auf die Verwendung von marktfrischen und heimischen Produkten.

14 Tonnen Gemüse rüsten

Für das tägliche Zubereiten der 600 Mahlzeiten werden jährlich mehr als 14 Tonnen Gemüse, 14 Tonnen Beilagen, 10 Tonnen Fleisch und 17 Tonnen Früchte verarbeitet.

Mit der neuen Infrastruktur, die sowohl bau- wie auch hygienetechnisch höchsten Ansprüchen genügt, könnte die Produktion gar noch erhöht und extern ausgerichtet werden, heisst es seitens der Klinikverantwortlichen. Dass neben den für die 25 Mitarbeitenden motivierend gestalteten Arbeitsplätzen für das Aufbereiten von Gemüse im eigenen Rüstraum auch sechs geschützte Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und die ebenfalls in Littenheid domizilierte Murg-Stiftung damit vom Küchenneubau mitprofitieren kann, bezeichnet Andreas Feurer als eine Win-Win-Situation.

Gastronomie wird wichtiger

Die Freude am Essen während eines Klinikaufenthaltes zu behalten oder wieder zu gewinnen, sei ein Mosaiksteinchen im Gesundheitsprozess.

«Generell gewinnt neben dem umfassenden individuell auf die Patienten abgestimmten psychotherapeutischen Angebot auch der gastronomische Bereich immer mehr an Bedeutung», sind Daniel Wild, Klinikdirektor, und Liliana Stiens, Leiterin Hotellerie, überzeugt.

Im neuen Gebäude, in das die Klinik Clienia rund fünf Millionen Franken investiert hat, sind auch die Wäscherei und eine stilvolle Therapie-Werkküche untergebracht. (red./pd.)