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Die Nerven liegen blank: Verkehrschaos in Rickenbach und Wil

Wer die Warnungen nicht ernst genommen hat, stand am Donnerstag im Raum Rickenbach-Wil bis zu einer halben Stunde im Stau.
Hans Suter
Umfahrung Rickenbach: Das 400 Meter lange Teilstück zwischen den Möbelhäusern Lipo (im Bild) und Diga ist gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch das Dorf Rickenbach. Die Folge: Stau. (Bilder: Hans Suter)

Umfahrung Rickenbach: Das 400 Meter lange Teilstück zwischen den Möbelhäusern Lipo (im Bild) und Diga ist gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch das Dorf Rickenbach. Die Folge: Stau. (Bilder: Hans Suter)

Donnerstagmittag, kurz vor zwölf, alles eilt zum Mittagessen. Doch auf den Strassen rund um die Kreisel Freudenau und Wilfeld nahe der Autobahnzufahrt Wil und beim Sonnmatt-Kreisel beim McDonald's an der Gemeindegrenze Wil-Rickenbach geht nichts mehr: stehende Kolonnen, so weit das Auge reicht.

Mit Schimpfen und Fluchen

Die Gründe: zum einen die Sperrung der Umfahrung Rickenbach in Richtung Toggenburg wegen Belagsarbeiten, zum anderen das Ignorieren der publizierten Stauwarnungen. Die unweigerlichen Folgen: Verspätungen, blank liegende Nerven, Schimpfen und Fluchen. Das gleiche Bild zeigte sich bereits in den Morgenstunden während des Hauptberufsverkehrs und wiederholte sich am Donnerstagabend. Am Freitag und Samstag wird es kaum anders sein.

Denken schlägt Fluchen

Auffallend ist, wie wenige Automobilisten während des langen Wartens den Motor abstellen; die Klimaanlage als Grund scheidet bei den meisten aus, da sie das Fenster geöffnet haben. Erstaunlich sind auch die grossen Abstände zwischen den Fahrzeugen und das träge Aufschliessen, was die Kolonne unnötig verlängert. Eine mögliche Lehre daraus: Denken schlägt Fluchen.

Mögliche Massnahmen getroffen
und frühzeitig informiert

Bei den Zuständigen des kantonalen Tiefbauamtes des Kantons Thurgau ist man wenig überrascht über die Situation: «Die Erfahrung zeigt: Am ersten Tag der Umstellung ist das Chaos meist am grössten», sagt Projektleiter Marc Rudolf. Auch die Macht der Gewohnheit spiele eine nicht zu unterschätzende Rolle. Man fahre unbekümmert den gewohnten Weg und erinnere sich erst an die aussergewöhnliche Situation, wenn man im Stau stehe. Um das Verkehrschaos so klein wie möglich zu halten und die Verspätungen beim öffentlichen Verkehr so gering wie möglich zu halten, stehen bis zu acht Personen im Verkehrsdienst.

Kreisel Wilfeld: Hier treffen der Verkehr vom Autobahnzubringer (links) und der Flawilerstrasse von Schwarzenbach her aufeinander.

Kreisel Wilfeld: Hier treffen der Verkehr vom Autobahnzubringer (links) und der Flawilerstrasse von Schwarzenbach her aufeinander.

Sonnmatt-Kreisel ist der Knackpunkt

«Als Knackpunkt hat sich der Sonnmatt-Kreisel erwiesen», sagt Marc Rudolf. Dies nicht zuletzt deshalb, weil von Schwarzenbach her viel mehr Verkehr anrollte, als angenommen worden war. Durch Rickenbach selber hielt sich die Situation im Rahmen. Die grössten Rückstaus gab es bei den Ausfahrten der Autobahn A1, auf der Flawilerstrasse von Schwarzenbach her in Richtung Wilfeld-Kreisel und auf der Toggenburgerstrasse in Wil in Fahrtrichtung Rickenbach. «Beim Sonnmatt-Kreisel hatten wir zeitweise vier Personen für den Verkehrsdienst im Einsatz», sagt Erich Müller, Fachspezialist für Signalisation und Markierung beim Tiefbauamt des Kantons Thurgau. «Doch es hat in den Stosszeiten schlicht zu viele Fahrzeuge, Staus sind nicht zu vermeiden.»

Knackpunkt ist der Sonnmatt-Kreisel.

Knackpunkt ist der Sonnmatt-Kreisel.

Verlagerung in die Nacht nicht möglich

Deshalb wurde frühzeitig empfohlen, die neuralgischen Punkte um Rickenbach zu umfahren – offensichtlich mit wenig Erfolg. Zuweilen ist zu hören, man solle diese Arbeit in die Nacht verlegen. Doch Erich Müller winkt ab: «Alle Arbeiten in die Nacht zu verlegen, geht aus technischen Gründen nicht», sagt er, weil die Zeit zum Austrocknen der eingebrachten Materialien nicht reiche.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Montagmorgen um 5 Uhr. Bis dahin ist weiter mit Staus zu rechnen.

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