Die Musikwerkstatt konzertiert

Am Sonntagabend fand das Konzert der Musikwerkstatt in Concert um Sängerin Joy Wittwer statt. Wie gewohnt auf hohem Niveau – und das Ensemble in diesem Jahr wiederum um ein spezielles Instrument reicher.

Ivo Rechsteiner
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Sängerin Joy Wittwer und das Ensemble der Musikwerkstatt in Concert begeisterten das Publikum. (Bild: ir.)

Sängerin Joy Wittwer und das Ensemble der Musikwerkstatt in Concert begeisterten das Publikum. (Bild: ir.)

WIL. Was gab und gibt es nicht bereits im umfangreichen Instrumentarium des Musikwerkstatt-Ensembles: Eine Harfe (Christa Paulina Heer), imposante Schlagwerk-Einrichtungen (Michael Knobel und Daniel Jenny) und dergleichen mehr. Und doch wurde auch in der diesjährigen Ausführung das Spektrum noch einmal erweitert. Neuzugang war Andreas Habert mit seinem Arsenal an Irischen Flöten, mit denen er die Aufführung um eine zusätzliche musikalische Facette bereicherte.

Gesangliche Bandbreite

So teilten sich dann acht Musiker die kleine Bühne in der vollen Aula des Lindenhofs. Nebst den oben Genannten die Cellistin Salome Stüssi, der Saxophonist und Bassist Stefan Mächler und an Klavier und Keyboard Dominik Berchten und Axel Eggers, unter dessen musikalischer Leitung die Aufführung stattfand.

Doch darob soll die eigentliche Hauptdarstellerin des Abends nicht vergessen werden: Die junge Sängerin Joy Wittwer, die eindrucksvoll ihre gesangliche Bandbreite demonstrierte. Denn der erste Teil des Abends war ausgewählten Stücken aus dem weiten Feld der Popmusik gewidmet und beinhaltete nebst ruhigen Balladen durchaus auch temporeiche, temperamentvolle Stücke. Wohingegen der zweite Teil, mit Musik des irischen Ensembles Celtic Woman sowie der berühmten Musikerin Enya, bedächtige, mystische Momente bereithielt. Joy Wittwer wusste allen Stilrichtungen charmant ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken – gerne auch mal in gälischer Sprache. Das Publikum zeigte sich begeistert.

Ein leichtfüssiges Solo

Man durfte feststellen: Musikwerkstatt – der Name ist in weiten Teilen Programm. Da wird musikalisch getüftelt, kombiniert, entwickelt, ausprobiert. Und auch einmal etwas gewagt. Entsprechend gelangten auch in diesem Jahr spezielle Stücke zur Aufführung. Besonders in Erinnerung bleibt aus dieser Kategorie sicherlich der Auftritt des Flötisten Andreas Habert, der, begleitet von gleich drei Schlagwerken, ein beachtlich leichtfüssiges Solo darbot. Oder Schlagzeuger Michael Knobel, der seine Fertigkeiten auch als Tambour unter Beweis stellte. Oder Pianist Dominik Berchten, der mit einer thematisch gänzlich andersartigen Melodie für Furore sorgte.

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