Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ob auf oder neben dem Eisfeld: Frohnatur Julia Hagen ist
die Miss 100 Prozent

Das Wiler Frauenteam hat die NLB-Qualifikation mit Rang vier so gut abgeschlossen wie noch nie. Eine wichtige Rolle spielt Captain Julia Hagen. Der Hunger der 31-jährigen Vorarlbergerin ist noch lange nicht gestillt.
Daniel Monnin
Julia Hagen erzielte im letzten Qualifikationsspiel gegen Langenthal den Siegtreffer zum 3:2. (Bilder: Tim Frei)

Julia Hagen erzielte im letzten Qualifikationsspiel gegen Langenthal den Siegtreffer zum 3:2. (Bilder: Tim Frei)

Ganz so euphorisch wie nach den vergangenen beiden Erfolgen gegen die GCK Lions und den Tabellendritten Langenthal ist Wils Julia Hagen nicht. «Mit dem vierten Rang dürfen wir durchaus zufrieden sein, doch der Saisonverlauf hätte noch besser sein können», sagt die 31-jährige Vorarlbergerin zum abgeschlossenen Qualifikationspensum.

«Wir hatten nebst einigen Höhenflügen zu viele Tiefpunkte, uns fehlte die Konstanz über 18 Spiele.»

Als Beispiel nennt sie die letzte Meisterschaftswoche: «Bei der 0:6-Niederlage gegen Leader Bassersdorf lief nichts zusammen. Drei Tage später gegen die GCK Lions und Langenthal haben wir zweimal innert 20 Stunden unsere beste Teamleistung abrufen können.»

Ihr Feuer brennt immer noch

Hagens Lust auf Eishockey ist ungebrochen. «Es macht immer noch extrem Spass», sagt sie mit einem Lachen und fügt an:

«Ich fühle mich absolut nicht wie 31 – auf und neben dem Eis.»

Und weiter: «Solange mir die jungen Spielerinnen nicht um die Ohren fahren, werde ich weiterhin spielen – und das nicht nur nächste Saison». Sie denke eher an drei bis fünf weitere Spielzeiten, sagt Hagen und lacht wieder.

Kein Aufwand ist ihr zu gross

So ist sie, die Kindergärtnerin aus Altach, die 100 Prozent arbeitet und nebenbei einen weiteren 100-Prozent-Job als Captain beim Wiler Frauenteam ausübt. Solange die Motivation und die Freude stimme, mache es ihr nichts aus, nach der Arbeit noch 45 Minuten ins Training oder an ein Spiel nach Wil zu fahren.

Das charmante Lächeln ist das Markenzeichen von Julia Hagen: Nach dem Sieg gegen Langenthal strahlt die Vorarlbergerin übers ganze Gesicht.

Das charmante Lächeln ist das Markenzeichen von Julia Hagen: Nach dem Sieg gegen Langenthal strahlt die Vorarlbergerin übers ganze Gesicht.

Das tut sie drei- bis viermal wöchentlich, zusammen mit ihrer österreichischen Teamkollegin und Torhüterin Karin Dietrich. «Wir wechseln uns beim Fahren ab», sagt die Stürmerin. Der Aufwand sei ihr nie zu gross, auch wenn ihr Lebenspartner und ihre Freunde zu kurz kommen. Hagen sagt:

«Das nehmen sie in Kauf und dafür bin ich ihnen dankbar».

Ob sie eine Karriere nach der Karriere startet und Trainerin wird, sei eigentlich nicht vorgesehen, «aber man soll ja bekanntlich nie ‹nie› sagen.»

Wechsel nach Wil bereute sie «noch keine Sekunde»

Hagen ist eine Frohnatur, typisch Vorarlbergerin, immer positiv eingestellt und mit einem erfrischenden, natürlichen Flair. Ihr Lächeln steckt an. Sie sei ein Vorbild und das zeichne sie auch als Captain aus, sagt Marcel Herzog, ihr Trainer beim Frauenteam des EC Wil. Hagen gibt die Lorbeeren zurück.

«Ich bin Marcel unheimlich dankbar, dass er mich vor dieser Saison so lange bearbeitet und schliesslich überzeugt hat, nach über zehn Saisons in Lustenau nach Wil zu wechseln.»

Bereut hat sie den Schritt «noch keine Sekunde und das dürfte sich in der unmittelbaren Zukunft auch nicht ändern. Unser Teamgeist ist enorm gut.»

Mehr als zwei Siege

Da überrascht es nicht, dass Hagen dem ab 2. Februar beginnenden Playoff-Viertelfinal gegen die GCK Lions optimistisch entgegenblickt.

«Ich bin überzeugt, dass wir an dieser Aufgabe wachsen werden. Wir müssen nur den Drive der vergangenen beiden Spiele mitnehmen.»

Der vierte Schlussrang und vor allem auch die letzten zwei Siege seien ein zusätzlicher Motivationsschub für das Playoff und auch für die Zukunft der Equipe.

Positiv auswirken dürfte sich auch der publik gewordene Führungswechsel an der Spitze des EC Wil der die Gerüchte um eine Auflösung des Frauenteams verstummen liess. Denn: Respekt und Anerkennung hat sich die Frauenequipe in den drei Jahren ihres Bestehens verdient.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.