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Die Magie der Manege: Wilerin dreht Dokumentarfilm über Schweizer Zirkusszene

Die Wiler Filmemacherin Mélanie Moser arbeitet zurzeit an einer Dokumentation über die Schweizer Zirkuslandschaft. Diese ist vielfältiger als man vermuten würde.
Adrian Zeller
Die Schweizer Zirkustruppen kombinieren tänzerische, komödiantische, poetische und artistische Elemente. Auch spezielle Kostüme gehören dazu. (Bild: PD)

Die Schweizer Zirkustruppen kombinieren tänzerische, komödiantische, poetische und artistische Elemente. Auch spezielle Kostüme gehören dazu. (Bild: PD)

Mélanie Moser ist mit ihrer Kamera im ganzen Land unterwegs, die Wiler Filmemacherin reist den Zirkusartisten nach. «In der Schweiz gibt es viele kleine Zirkustruppen, die immer wieder grossartige Produktionen erarbeiten, die jedoch nur einem kleinen Publikum bekannt sind», sagt sie. Beim Berufsverband sind rund 200 Mitglieder registriert. «Viele von ihnen entwickeln die Zirkuskunst weiter, sie probieren neue Formen aus. Zum Beispiel könnte eine Öffnung vom Zirkus in Richtung Theater einen interessanten Austausch für beide Seiten ergeben», ist Mélanie Moser überzeugt. Auch ein Dialog zwischen traditionellen und innovativen Formen des Zirkus könne zu reizvollen neuen Projekten führen.

Wenn ihre Dokumentation in einigen Monaten fertig aufgenommen, geschnitten und vertont ist, soll sie einerseits an Zirkusfestivals präsentiert, aber auch einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Mélanie Moser ist überzeugt, dass ihr Werk zu einem inspirierenden Austausch unter den Zirkusmachern führen wird. Es soll auch über die sozialen Kanäle im Internet abrufbar und damit allgemein zugänglich sein. Zudem laufen Verhandlungen mit einer TV-Station.

Dreharbeiten sind anspruchsvoll

All dies ist für Mélanie Moser zurzeit allerdings Zukunftsmusik, denn die Dreharbeiten erweisen sich als äusserst anspruchsvoll. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die Zirkusszene in der Schweiz kunterbunt ist. Den einzelnen Artisten und ihrem Schaffen in Bild und Ton gerecht zu werden, verlangt der Wilerin einiges ab. Die Truppen kombinieren tänzerische, komödiantische, poetische, artistische Elemente, auch spezielle Kostüme sowie gelegentlich Tiere gehören zu den Stilelementen. Und auch die Resonanz des Publikums ist für eine gelungene Vorstellung entscheidend.

Auf der Suche nach Trouvaillen

«Aber diese Herausforderung lohnt sich, es gibt viele Trouvaillen, denen ich mit meinem Film gerne mehr Aufmerksamkeit verschaffe», schwärmt Mélanie Moser. Ihr bescheidenes Budget finanziert sie über ein Crowdfunding im vergangenen Sommer. Viele ihrer Arbeitsstunden werden nicht abgegolten, es ist die Leidenschaft für die Sache, die sie antreibt. «Ich war schon immer von Zirkus fasziniert», erzählt die Mutter zweier erwachsener Kinder.

Im Hauptberuf hält die Wilerin Theateraufführungen, Ausstellungen, Kleinkunstproduktionen und weiteres Kreatives in Clips fest. Sie dienen der Publikumswerbung und werden auf Websites und auf Online-Kanälen gepostet. Mélanie Moser erhält ihre Aufträge vor allem von professionellen Kulturveranstaltern, wie etwa dem Theater St. Gallen, vereinzelt auch mal von Grossfirmen.

Beziehungsnetz in der Zirkuswelt

Oft sind ihre Auftraggeber auch Zirkusgruppen. Dadurch steht sie seit Jahren im engen Kontakt mit Veranstaltern und Artisten. Im Gespräch mit dem Berufsverband der Schweizer Zirkusartisten - entwickelte sich die Idee, unterschiedliches Zirkusschaffen in Ausschnitten aus ihren Produktionen und in Kurzinterviews vorzustellen.

Zur Person

Die Wiler Filmemacherin Mélanie Moser ist mit der Videokamera auf der Suche nach zirzensischen Trouvaillen.

Die Wiler Filmemacherin Mélanie Moser ist mit der Videokamera auf der Suche nach zirzensischen Trouvaillen.

Mélanie Moser gehört zu den Gründerinnen des Internet-Fernsehkanals art-tv.ch, der über kulturelle Ereignisse in der Schweiz berichtet. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an der F + F Schule für Kunst und Mediendesign in Zürich, wo sie später dozierte. Dann entschloss sie sich für eine Nachdiplomstudiengang mit Masterabschluss in szenischer Darstellung an der Hochschule der Künste in Zürich. Vor zehn Jahren gründete sie in Wil die Produktionsfirma scenofilm für Videoarbeiten. (az)

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