«Die Leute kommen auf dich zu»

Der Uzwiler Profifussballer Ivan Martic hat seine Heimat verlassen und steckt bei seinem neuen Verein Hellas Verona in den Vorbereitungen auf die neue Saison. Wie verrückt die Italiener auf Fussball sind, hat er bereits erfahren.

Urs Bänziger
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Ivan Martic im Dress seines neuen Vereins Hellas Verona. (Bild: pd)

Ivan Martic im Dress seines neuen Vereins Hellas Verona. (Bild: pd)

Wie geht es Ihnen in Italien, haben Sie sich schon eingelebt?

Ivan Martic: Sehr gut danke, es geht mir von Tag zu Tag besser. Wir sind gerade zwei Wochen im Trainingslager, darum konnte ich noch keine Wohnung beziehen. Das werde ich dann Mitte August nachholen.

Sind Sie bei Ihrem neuen Verein Hellas Verona gut aufgenommen worden?

Martic: Ich bin bei meinem neuen Verein sehr gut aufgenommen worden, die Mitspieler sind sehr hilfsbereit und mit Artur Ionita (ex FC Aarau) habe ich zugleich einen guten Zimmerkameraden.

Wie haben die Medien auf Ihre Ankunft in Italien reagiert?

Martic: Hier in Italien ist die Medienpräsenz und deren Interesse am Fussball enorm. Die Medien haben positiv auf meinen Wechsel zu Hellas Verona reagiert. Ich werde vom Verein noch offiziell vorgestellt. Die Präsentation der Mannschaft haben wir bereits hinter uns. Dabei erschienen rund 7000 Leute, das ist schon etwas anderes als in der Schweiz!

Haben die Vorbereitungen auf die Meisterschaft schon begonnen?

Martic: Wir haben die Vorbereitungen am 16. Juli begonnen. Hier beginnt die Meisterschaft etwas später, am 31. August. Am 24. August bestreitet unsere Mannschaft das erste Pflichtspiel, im Cup <Coppa Italia>.

Was ist als Profifussballer anders in Italien als in der Schweiz?

Martic: Die Leute erkennen dich meistens sofort und kommen auf dich zu. Die Leute in Italien sind sehr fussballverrückt. In der Schweiz sind sie zurückhaltend und erlauben dir genug Privatsphäre. Was hier nicht der Fall ist. Wie gesagt, die Medienpräsenz ist enorm hoch, da kannst du dir nicht viel erlauben.

Wie verständigen Sie sich mit den Mitspielern und den Trainern?

Martic: Meistens auf italienisch. Ich habe in der Schweiz schon viel italienisch gelernt, mit einem Privatlehrer. Manchmal unterhalte ich mich auf Englisch, das ist auch kein Problem.

Wie verbringen Sie in Verona ihre Freizeit?

Martic: Freizeit hatte ich noch nicht so viel, aber sobald die Meisterschaft losgeht, werde ich mehr Zeit haben. Da werde ich mir sicher die Stadt anschauen. Wie ich gehört habe, soll Verona wunderschön sein. Natürlich werde ich auch viel Zeit am Gardasee verbringen, da kann ich mich sicher super erholen.

Was gefällt Ihnen an Italien?

Martic: Mir gefällt hier die lockere Art, wie die Leuten leben. Es ist sehr gemütlich und angenehm. Was mir sehr gefällt, ist die hohe Lebensqualität, was in der Schweiz natürlich nicht anders ist.

Und was vermissen Sie?

Martic: Ich vermisse meine Familie und meine Freunde, was natürlich normal ist. Sehr vermisse ich auch den normalen Verkehr. Die Italiener sind wirklich verrückte Autofahrer.

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