Die letzten Vorbereitungen laufen: Ab 8. Juni dürfen maximal 800 Personen gleichzeitig in die Badi Uzwil

Im Schwimmbad Uzwil laufen die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung. Diese findet coronabedingt etwas später statt. Am 8. Juni geht es los.

Philipp Stutz
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Letzter Schliff: Die beiden Bademeister sind mit der Reinigung der Schwimmbecken beschäftigt.

Letzter Schliff: Die beiden Bademeister sind mit der Reinigung der Schwimmbecken beschäftigt.

Bild: Philipp Stutz

Alter Baumbestand, Liegewiese, Kinderspiel- und Plauschbereich, Becken für Schwimmer, Nichtschwimmer und Kinder, Sprungturm und Wasserrutschbahnen – die Uzwiler Badi darf sich sehen lassen. Ein Beach-Volleyballfeld und Tischtennistisch gehören ebenfalls dazu. Das Angebot wird gerne genutzt. Auch von Bewohnern umliegender Gemeinden, die über keine solche Anlage verfügen, hingegen von einem tieferen Steuerfuss profitieren.

Schwimmbad und Eishalle sind wichtige Elemente des Sport- und Freizeitangebots. In diesen Anlagen gilt eine Arbeitsteilung. Die Gemeinde stellt mit ihren Bad- und Eismeistern den Betrieb der Anlagen sicher. Und verpachtet die beiden saisonalen Betriebe als Einheit an Gastronomen, die sie auf eigene Rechnung führen.

Maximal 800 Personen dürfen in die Badi

Wegen des Coronavirus verzögert sich der Start in die Freibadsaison. Die Badi öffnet am Montag, 8. Juni. Das Schutzkonzept ist noch nicht abgeschlossen. Klar ist inzwischen aber, dass maximal 800 Personen in die Badi dürfen.

Seit dem Frühling bereiten sich die neuen Pächter auf ihre Aufgabe vor. «Wir freuen uns trotz allem auf die neue Herausforderung und hoffen, bald Gäste begrüssen zu können», sagen Mirjam Lustenberger und Rolf Dörflinger. Letzterer hat früher im Kiosk ausgeholfen und betont:

«Ich habe gute Erinnerungen ans Schwimmbad.»

Er ist Neffe von Hans Muhr, der das Schwimmbad- und Eisbahn-Restaurant während zwölf Jahre geführt hat und dessen Chicken-Nuggets legendär waren. Der inzwischen verstorbene ehemalige Pächter war überdies grosser Anhänger des Eishockeysports und hatte seinerzeit den «Hamu-Cup» ins Leben gerufen.

Rolf Dörflinger und Mirjam Lustenberger sind die neuen Pächter des Schwimmbad-Restaurants und des Eisbahn-Bistros.

Rolf Dörflinger und Mirjam Lustenberger sind die neuen Pächter des Schwimmbad-Restaurants und des Eisbahn-Bistros.

Bild: Philipp Stutz

An Gastfreundlichkeit anknüpfen

Hans Muhr galt als stets freundlicher und zuvorkommender Gastgeber. «Daran möchten wir anknüpfen», sagt das junge Pächterpaar. Die beiden hatten schon einige Zeit mit dem Gedanken gespielt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Und sind nun in Uzwil fündig geworden. Mirjam Lustenberger kann auf zehnjährige Erfahrung im Gastgewerbe zurückblicken und war unter anderem als Filialleiterin im Café Füürbeck in Zürich und in der Bäckerei Kunz in Uttwil am Bodensee tätig gewesen.

Rolf Dörflinger bringt als technischer Kaufmann betriebswirtschaftliche Erfahrungen mit. «Es liegt mir viel daran, die Arbeitsabläufe zu optimieren», sagt er. Das heisst: kurze Wege in der Küche und speditives Arbeiten, damit Gäste nicht lange auf ihre Bestellungen warten müssen. Im Hinblick auf die veränderte Situation wegen der Coronapandemie hat er ein Schutzkonzept ausgearbeitet, das unter anderem die Desinfektion, den Mindestabstand und die Anzahl Gäste im Restaurant einbezieht.

Preise sollen für Familien erschwinglich sein

Die Aufgabenteilung ist klar. Rolf Dörflinger, begeisterter Hobbykoch, wird vor allem in der Küche stehen, während sich seine Partnerin Mirjam Lustenberger um die Gäste kümmern wird. Steigen die Besucherzahlen während Hitzetagen stark an, werden Familienangehörige aushelfen.

«Wir möchten die Preise tief halten, damit sie auch für Familien erschwinglich sind», betont das Pächterpaar. So wird etwa ein Kinderteller angeboten. Ferner steht ein «Tageshit» auf der Speisekarte. Dazu zählen einfachere Gerichte wie etwa Schnitzel und Pommes frites oder heisser Fleischkäse in einer Semmel. Wert legen die beiden auch auf die Qualität der Speisen. So wird das Fleisch von Lieferanten aus der Region bezogen.

Die neuen Pächter freuen sich auf ihre Aufgabe. Diese ist durchaus anspruchsvoll, weil der Restaurantbetrieb stark witterungsabhängig ist. Sommerliche Hitze beschert der Badi grossen Besucheraufmarsch. Regnet es, bleiben die Besucher aus. Entsprechend anspruchsvoll sind Personaleinsatz und Einkauf zu planen.