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Die letzte Kreditkarte im Leben

Seit 16 Jahren besteht der palliative Brückendienst. Der Zuzwiler Markus Senn war der Initiant für den damals gegründeten Verein Pro Palliative Betreuung und ist noch heute dessen Präsident.
Roland Rotach
Markus Senn löst eine Herzensangelegenheit mit unternehmerischem Elan. (Bild: Roland Rotach)

Markus Senn löst eine Herzensangelegenheit mit unternehmerischem Elan. (Bild: Roland Rotach)

Der 71-jährige Zuzwiler Markus Senn hat seine Berufung für die karitative Aufgabe durch die Schwerstkrankheit seiner Frau Ursula und den daraus folgenden Tod erfahren. So spricht er von seiner eigenen Erfahrung: «Die letzten Monate, Wochen und Tage im Leben eines nahestehenden Menschen gehen vielfach über die Kräfte der Angehörigen. Die Herausforderungen sind vielfältig und umfangreich.» Wo kann man Hilfe erwarten, besonders ausserhalb von den normalen Öffnungs- und Arbeitszeiten? Pflegefachfrauen mit Zusatzausbildung unterstützen die Betreuung von Menschen in der letzten Lebensphase in Zusammenarbeit mit Spitex, Hausärzten und Angehörigen zu Hause. Der palliative Brückendienst wird durch das Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen unter der Leitung von Daniel Büche betreut.

Unterstützung in den eigenen vier Wänden

Der Verein Pro Palliative Betreuung hat eine sogenannte «Kreditkarte» geschaffen, welche die palliative Betreuung zu Hause in der Wohngemeinde des Patienten zum Ziel hat. «Palliativ Care beschränkt sich nicht ausschliesslich auf das unmittelbare Lebensende. Vielmehr soll bei chronischen, unheilbaren oder fortgeschrittenen Erkrankungen bereits beim Einsetzen des eigentlichen Sterbeprozesses Palliative Care zum Einsatz kommen», sagt Markus Senn. Palliative Care ist ein Betreuungsnetz in der Gemeinde, das Professionelle, Freiwillige, Angehörige und Nachbarn einbezieht.

Das Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen sagt dazu: «Palliare heisst, den Mantel um jemanden zu legen. Und das ist auch das Ziel eines Teams, welches mit seinem spezifischen ärztlichen, pflegerischen, psychologischen, körpertherapeutischen, sozialen oder seelsorgerischen Wissen und Können diese Hilfe bildet». Auf internationaler Ebene hat sich bereits ein immenses Wissen angehäuft, und andere Gesellschaften verfügen heute bereits über vorbildliche Strukturen im Bereich der Palliativ Care als fester Bestandteil des Gesundheitswesens. Am ehesten werden diese Arten von Betreuung bei Krebskranken mit fortgeschrittenen Leiden angewandt. Sie können jedoch auch bei Erkrankungen des Herzens, des Gehirns, der Nieren und der Nerven angewendet werden.

Diese vielfältigen Betreuungsarten müssen den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechen, und das an dem Ort mit der besten Lebensqualität für die Betroffenen. Dies kann entsprechend dem Krankheitsverlauf das Spital, das Zuhause oder das Pflegeheim sein.

Beratung und Schulungsangebote

Das Angebot der Hotline umfasst die Beratung bei schwer behandelbaren Symptomen im körperlichen sowie im psychischen Bereich bei unheilbaren, chronischkranken, schwerkranken und sterbenden Menschen. Sie bietet ebenfalls eine Unterstützung in der Entscheidungsfindung sowie Beratung in Bezug auf mögliche Hilfestellungen. Ebenfalls gibt sie Auskunft über die verschiedenen Schulungsangebote für Professionelle und auch für Laien. Die Unterstützung umfasst sowohl Angehörige von Schwerkranken und Sterbenden als auch behandelnde Teams in belastenden Situationen.

Ein grosses Ziel ist es, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Palliativzentrums St. Gallen, sofern nötig, vor Ort Unterstützung leisten können. Dazu kommen die ärztlichen Hintergrundleistungen für den palliativen Brückendienst, Spitex, Alters- und Pflegeheime, Hausärzte, Hospizeinrichtungen. Der Fachstellenanteil soll schrittweise ausgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, will der Verein Pro Palliativ Betreuung weitere Mitglieder gewinnen.

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