Die Kür als Tüpfchen auf dem I

Das Schaulaufen des Eisclubs Uzwil in der Uzehalle bildet traditionell den Saisonabschluss. Elf Eiskunstläuferinnen haben am Freitagabend ihre Kür präsentiert und damit das Publikum begeistert.

Christine Gregorin
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Lorena Salzmann zeigt in ihrer Kür sogar Dreifachsprünge. (Bild: Christine Gregorin)

Lorena Salzmann zeigt in ihrer Kür sogar Dreifachsprünge. (Bild: Christine Gregorin)

Regula Züst und Daniel Fürer stehen wie immer an der Bande und geben den Protagonistinnen auf der Eisfläche letzte Anweisungen. Den akribischen Adleraugen des langjährigen Trainingsgespanns entgeht nichts. Während der kurzen Aufwärmphase wird der Fokus der Athletinnen geschickt auf jene Kürpassagen gelenkt, die höchste Konzentration erfordern. Das Feuer für ihren Lieblingssport ist den Verantwortlichen nach wie vor anzumerken. Äusserlich wirken sie ruhig und beide strahlen unerschütterliche Zuversicht aus, wie das innen drin aussieht, ist indes schwer abzuschätzen. Geduldig nimmt sich Daniel Fürer kurz vor Beginn des Höhepunkts im Vereinsjahr Zeit, Medienschaffenden einige Fragen zu beantworten. Die Betonstufen nahe am Eingang haben sich inzwischen mit erstaunlich vielen Zuschauern gefüllt. Alle sind bereit.

Bezaubernde Auftritte auf dem Eis

In den kommenden Stunden wird das 30 auf 60 Meter grosse Eisfeld zur Bühne. Elf Eiskunstläuferinnen im Alter zwischen acht und 25 Jahren tanzen auf ihren Kufen anspruchsvolle Schrittfolgen und drehen zauberhaft grazile Pirouetten. Die in zahlreichen Trainings bestens einstudierte Kür wird meist von eingängiger Musik unterstützt und gleichzeitig umrahmt. Selbstverständlich runden Sprünge wie Salchow, Axel, Flip, Rittberger, Toeloop oder Lutz dies zu einem gelungenen Ganzen ab. Je nach Können werden diese, gemäss Elementvorgaben vorwärts oder rückwärts, ein- oder auswärtskantig abgesprungen sowie gelandet und in Einfach- bis Dreifachrotation gezeigt. Die jüngsten Teilnehmerinnen laufen zwei Minuten, die routinierteren dreieinhalb. Den Schlusspunkt setzt einmal mehr die Gruppennummer. Formation um Formation wird dargeboten, mit Leichtigkeit das als Einzelsportler ungewohnte Teamlaufen gelebt: harmonisch mit viel familiärem Flair.