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Die Krux mit der Schleife: So feierte Henau das Oktoberfest

Zum sechsten Mal lässt das Oktoberfest die Turnhalle Oberberg erbeben.
Christoph Heer

Da steht eine hübsche Blondine aus Jonschwil. Das Dirndl perfekt angepasst, dezent geschminkt, fröhlich und partybegeistert. Aber leider, zumindest für die Singlemänner in der Halle, trägt sie ihre Schleife auf der rechten Seite. Aber was hat das zu bedeuten?

Auffallend ist eine Stunde später, dass alle befragten Frauen die Antwort gewusst haben. «Rechte Seite heisst vergeben, das weiss doch jeder hier drin», meint eine Besucherin aus Flawil. Womit sie jedoch nicht richtig liegt. Viele Männer sind überfordert mit der Frage nach dem Dirndl-Code, finden das aber überhaupt nicht schlimm. «Ach komm, ist doch egal, wo sie diese Schleife tragen. Wenn mir eine gefällt, wird geflirtet, basta», meint ein junger Besucher aus Uzwil.

Vergeben, schwanger oder unberührt?

Übrigens: Noch etwas später am Abend, sitzt die Schleife bei besagter Jonschwilerin vorne in der Mitte. «Das heisst jetzt wohl, dass ich schwanger bin», sagt sie lachend. Doch nicht im Geringsten wird sie bald Mutter, denn, die Schleife vorne am Bauch tragend, bedeutet nichts Geringeres als Jungfrau zu sein. Ob dieser Oktoberfestgast nun vergeben, schwanger oder Jungfrau ist, Spass hat sie mit ihren Kolleginnen auf jeden Fall.

Im Allgemeinen schneiden die Männer schlecht ab. Zahlreiche haben überhaupt keine Ahnung, was die Schleife bedeutet, andere wollen es gar nicht wissen. Ganz anders die Frauen. Links heisst Single, rechts vergeben und am Bauch bedeutet Jungfrau; so weit so gut. Nun die Meisterfrage – was bedeutet es, die Schleife hinten am Rücken zu tragen? Da kommt dann auch die eine oder andere Dirndl-Trägerin ins Schwitzen. Apropos schwitzen: Mittlerweile ist der Party- und Hitzepegel in der bebenden Turnhalle Oberberg ganz oben angekommen.

Aber zurück zur Schleife am Rücken: «Das bedeutet sicher, dass der Mann sie anketten kann und die Frau so nicht auf gewisse Abwege kommt.» Gut geraten, aber voll daneben, was diese Henauerin sagt. Des Rätsels Lösung kommt dann von Rahel, der sympathischen Helferin im Service. «Hinten bedeutet, verwitwet zu sein», erklärt sie. Für die Männer heisst es nun, ein Jahr Zeit, um sich das zu merken. Nächstes Jahr, am siebten Oktoberfest des Dorf- und Kulturvereins, werden dann Einige wieder stichprobenartig getestet.

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