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Die Kostenbremse greift

Das Gesundheitswesen und die soziale Wohlfahrt werden teurer. Zudem stehen Investitionen in den Verkehr an. Der Gemeinderat von Münchwilen sieht dennoch keinen Grund, den Steuerfuss zu erhöhen.
Simon Roth

«Wir kontrollieren unsere Ausgaben bis ins kleinste Detail.» Guido Grütter, Gemeindepräsident von Münchwilen, nimmt die Massnahmen, um die Kosten niedrig zu halten, ernst. Alles, was nicht benötigt wird, soll nicht angeschafft werden.

Nicht nur die vergangenes Jahr eingeführte Kostenbremse zeige ihre Wirkung, auch seien die Steuereinnahmen gestiegen. Dies einerseits wegen der Steuererhöhung, welche 2016 in Kraft getreten ist. Auch sei die Zahl von Neuzuzügern gestiegen.

Diese beiden Faktoren im Zusammenspiel mit guten Rechnungsabschlüssen der vergangenen zwei Jahre haben den Gemeinderat dazu bewogen, auf eine weitere Erhöhung des Steuerfusses zu verzichten.

Dies obwohl im nächsten Jahr Mehrkosten absehbar sind. Im Gesundheitsbereich rechne man mit einem Anstieg der Ausgaben für die spitalexterne Pflege von sieben Prozent. Neben Krankenkassen und Versicherten zahlen die Gemeinden die Restfinanzierung der ambulanten Pflege.

Aufgrund der demographischen Bevölkerungsentwicklung würden auch die Gesundheitskosten im stationären Bereich weiter steigen. Grütter beschreibt den Trend in den heutigen Gemeindenachrichten. «Die Altersgruppe der geburtenstarken 50er- und 60er-Jahrgänge kommen in den nächsten Jahren ins Pensionsalter.» Bis 2030 werde diese Kategorie um 48 Prozent zunehmen, während das Bevölkerungswachstum lediglich zwölf Prozent betrage.

Grütter nimmt ausserdem an, dass die Kosten für die Soziale Wohlfahrt im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent steigen werden. Konkret handelt es sich um gesetzlich begründete Übernahmen von Krankenkassen-Prämienverbilligungen oder zu erwartende Fremdplazierungen von Kindern bei Pflegefamilien.

Auch im Bereich Verkehr seien weitere Mehrausgaben zu erwarten, wie etwa für die Schulwegsicherung oder die Verbesserung des ÖV-Angebots. Für 2019 ist eine neue Buslinie vom Bahnhof Eschlikon via Sirnach–Horben nach Münchwilen Bahnhof und St. Margarethen geplant.

Die Mehrkosten würden sich laut Grütter mit der laufenden Rechnung amortisieren. Von der geplanten Steuerfusserhöhung für das Jahr 2017 sieht der Gemeinderat deshalb ab.

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