Die Konkurrenz nach Belieben dominiert: Tennisspielerin Alina Granwehr triumphiert an den Schweizer Junioren-Meisterschaften in der Königskategorie

Alina Granwehr aus Wilen hat den U18-Hallenmeistertitel gleich im ersten Anlauf gewonnen. Das ist ein bemerkenswerter Erfolg für die 16-Jährige – nicht nur aufgrund ihres Alters. Die 14-jährige Uzwilerin Karolina Kozakova schaffte es im U16-Feld in den Final.

Marie-Theres Brühwiler
Drucken
Teilen
Hat gut Lachen: Alina Granwehr hat bei den Juniorinnen den vierten Schweizer Meistertitel geholt.

Hat gut Lachen: Alina Granwehr hat bei den Juniorinnen den vierten Schweizer Meistertitel geholt.

Marie-Theres Brühwiler

Titelgewinne sind für Alina Granwehr längst zur Tradition geworden. Was die 16-jährige Tennisspielerin jedoch am Wochenende in Kriens vollbrachte, war selbst für ihr erfolgsverwöhntes Umfeld speziell.

Zum einen, weil Granwehr an Schweizer Meisterschaften erstmals in der höchsten Alterskategorie U18 antrat und dort ihre Gegnerinnen deutlich dominierte. Aber auch, weil die talentierte Hinterthurgauerin erst vor wenigen Wochen ihren Vorhandgriff komplett umgestellt hatte.

Angriffsspiel wird belohnt

Der druckvoll und mit viel Selbstvertrauen aufspielenden Wilenerin war in Kriens keine Gegnerin gewachsen. Nach deutlichen Siegen in der ersten und zweiten Runde erteilte Granwehr, die Nummer 31 der Schweiz, im Halbfinal auch der Luzernerin Kiara Cvetkovic, auf Position 68 klassiert, mit einem 6:2, 6:1-Sieg eine Lektion.

Erst vor weniger Wochen hat Alina Granwehr ihren Vorhandgriff umgestellt.

Erst vor weniger Wochen hat Alina Granwehr ihren Vorhandgriff umgestellt.

Claudio De Capitani, Freshfocus

Nicht viel besser erging es im Final der U18-Sommermeisterin, Sophie Lüscher, Nummer 34. Granwehr besiegte die Aargauerin 6:4 und 6:2. Sie sagt:

«Schön, dass es gleich auf Anhieb mit dem Titel in der Königskategorie geklappt hat.»

In den nächsten Monaten will die Kaderspielerin ihren Fokus auf internationale Turniere setzen und ihrem Traum, an Junioren-Grandslams teilzunehmen, möglichst bald näherkommen. Nächste Woche steht ein internationales Junioren-Turnier in Tunesien auf dem Programm. Anschliessend folgt eine weitere Bewährungsprobe in Oberentfelden.

Kozakovas Lauf erst im Final gebremst

Die Uzwilerin Karolina Kozakova, Nummer 35 der Schweiz, startete in der U16-Konkurrenz. Die 14-Jährige muss weiter auf ihren ersten nationalen Titel warten.

Die Uzwilerin Karolina Kozakova verlor im Final erneut gegen Céline Naef.

Die Uzwilerin Karolina Kozakova verlor im Final erneut gegen Céline Naef.

PD

Wie schon bei den vergangenen zwei Austragungen scheiterte Kozakova im Final an Céline Naef, der Schweizer Nummer 29. Die U14-Team-Europameisterinnen sind ihrer Konkurrenz in der Schweiz seit Jahren voraus.