Die Kirchbürger haben gewählt

REGION. Die katholischen Kirchgemeinden im Kanton St. Gallen haben gestern ihre Kirchenverwaltungsräte, Geschäftsprüfungskommissionen und Mitglieder des Kollegiums für die Amtsdauer 2016–2019 gewählt. In sieben Gemeinden kommt es zu einem Wechsel im VR-Präsidium.

Hans Suter
Merken
Drucken
Teilen
Der Wiler Kirchenverwaltungsratspräsident Jürg Grämiger (links) mit dem ehemaligen Rickenbacher Kirchgemeindepräsidenten Hans Imbach. Imbach vertritt das neu zu Wil gestossene Rickenbach ein Jahr lang als ausserordentliches achtes Mitglied ohne Stimmrecht im Verwaltungsrat. (Bild: Hans Suter)

Der Wiler Kirchenverwaltungsratspräsident Jürg Grämiger (links) mit dem ehemaligen Rickenbacher Kirchgemeindepräsidenten Hans Imbach. Imbach vertritt das neu zu Wil gestossene Rickenbach ein Jahr lang als ausserordentliches achtes Mitglied ohne Stimmrecht im Verwaltungsrat. (Bild: Hans Suter)

In keiner der Kirchgemeinde im Einzugsgebiet dieser Zeitung kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Sämtliche zu vergebenden Sitze wurden im ersten Wahlgang besetzt. Die Wahlbeteiligung lag zwischen 12 und 36 Prozent.

Sonderfall Wil

Die Katholische Kirchgemeinde Wil führte die ersten Wahlen seit der Vereinigung mit der ehemaligen Katholischen Kirchgemeinde Rickenbach durch. Rickenbach gehört an sich zum Bistum Basel, wird seit diesem Jahr nun aber mit bischöflichem Segen vom Bistum St. Gallen und der Katholischen Kirchgemeinde Wil verwaltet. Als Sonderregelung wurde Hans Imbach als ehemaliger Rickenbacher Kirchgemeindepräsident für ein Jahr ohne Stimmrecht in den katholischen Kirchenverwaltungsrat (KVR) gewählt. Nach einem Jahr wird der KVR wieder auf sieben Sitze reduziert. Präsident Jürg Grämiger, Wil, wurde im Amt bestätigt. Einsitz im KVR haben zudem Martin Kaiser, Karin Hartmann Hess, Susanne Singenberger-Tomasi, Marco Gehrig, Oliver Jäger und Margrit Niedermann-Zeller.

Zwei Fusionen

Zwei weitere Kirchgemeinden standen vor der Aufgabe, den ersten KVR für die Zeit nach einer erfolgten Fusion zu wählen. Ab 1. Januar 2016 bilden die beiden Kirchgemeinden Zuzwil und Züberwangen-Weieren die vereinigte Kirchgemeinde Zuzwil-Züberwangen. Marcel Alder, Zuzwil, bisheriger Präsident der Kirchgemeinde Zuzwil-Züberwangen, wurde zum Präsidenten der fusionierten Kirchgemeinde gewählt. Weiter gehören dem KVR folgende Mitglieder an: Mathias Eilinger, Züberwangen; Elisabeth Jud, Yvonne Hutter und Lea Flückiger, alle Zuzwil.

Per 1. Januar 2016 schliessen sich auch die Kirchgemeinden Bütschwil und Ganterschwil zusammen. Die beiden bisherigen KVR-Präsidenten traten nicht mehr an. Als neue Präsidentin wurde Katrin Keller Breitenmoser, Bütschwil, gewählt. Weiter gehören dem KVR Urs Weder, Ganterschwil, Josef Bachmann, Elisabeth Schönenberger und Verena Wetter, alle Bütschwil, an.

Sechs neue Präsidien gewählt

In sechs Kirchgemeinden kam es zu einem Wechsel im Präsidium des Kirchenverwaltungsrats. Die Katholische Kirchgemeinde Oberbüren wurde nach dem Tod von August Stolz von Vizepräsident Damian Kempter, Oberbüren, geführt. Er verzichtete jedoch auf die künftige Übernahme des Präsidiums. So wurde Emanuel Kissling zum neuen Präsidenten gewählt. Dem KVR gehören ausserdem an: Lilian Baumann, Damian Kempter und Daniel Tremp, alle Oberbüren. In Niederhelfenschwil ersetzt Michael Okle, Zuckenriet, im Präsidium Paul Allenspach, der nicht mehr zur Wahl antrat. Der KVR setzt sich im weiteren zusammen aus Peter Hengartner-Kesseli, Zuckenriet, Andrea Boppart, Gerold Kölbener und Jacquelie Zwick, alle Niederhelfenschwil. Neuer Präsident der Kapellgenossenschaft Zuckenriet ist Peter Imbach; er folgt auf Georg Gübeli. Im VR sind weiter Cornel Rusch und Corinne Meienhofer.

Hans Egli löst Franz Rebsamen als KVR-Präsident in Gähwil ab. Dem Rat gehören zudem Petra Fischbacher, Gabriela Holenstein und Theo Mesmer an. In Kirchberg folgt Patrick Loepfe auf Kuno Hinrichs. Als KVR-Mitglieder wurden gewählt: Ruth Schönenberger-Thoma, Dietschwil; Hansruedi Thoma, Müselbach; Rita Christl-Scheiwiller, Christiane Pfeiffer Müggler und Guido Scheiwiller, alle Kirchberg. Ein neues Präsidium wurde auch in der Kirchgemeinde Bichwil-Oberuzwil gewählt. Andreas Kilchör trat nicht mehr an, zur Wahl stellte sich Erwin Wild, Oberuzwil. Bis Redaktionsschluss trafen die Wahlresultate nicht ein.

Wieder gewählt

Bestätigt wurden die KVR-Präsidien in den Kirchgemeinden Flawil (Pascal Bossart), Wolfertswil-Magdenau (Markus Burtscher), Degersheim (Markus Stäheli), Niederglatt (Marcel Baechler), Niederwil (Karl Schönenberger), Niederbüren (Richard Holenstein), Pfarrei Lenggenwil (Patrick Mader), Henau-Niederuzwil (Paul Gähwiler-Wick), Jonschwil (Beat Schönenberger), Bazenheid (Joseph Koch-Grämiger) und Lütisburg (Werner Steiger). Ausserdem wurden in allen katholischen Kirchgemeinden die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) für die Amtsdauer 2016–2019 gewählt.

Kollegium gewählt

Gewählt wurden zudem die Mitglieder des Kollegiums. Das katholische Kollegium ist das Parlament und damit die Legislative des katholischen Konfessionsteils. Es zählt 180 Mitglieder, Kollegienräte genannt, und wird von den Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern gewählt.

Zweimal jährlich versammelt sich das Kollegium zu einer ordentlichen Sitzung. Diese finden in der Regel im zweiten und vierten Quartal statt.