Die Kandidatenliste füllt sich

Gestern gab der Wallenwiler Alexander Sigg seine Kandidatur für den Eschliker Gemeinderat bekannt. Der Immobilienfachmann will, dass die Grünliberale Partei auch nach dem Rücktritt von Gemeindeammann Robert Meyer in der Behörde vertreten ist.

Olaf Kühne
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Alexander Sigg Gemeinderatskandidat Wallenwil (Bild: pd)

Alexander Sigg Gemeinderatskandidat Wallenwil (Bild: pd)

ESCHLIKON. «Jetzt passt es einfach», sagt Alexander Sigg auf die Frage, wieso er nicht schon früher für den Eschliker Gemeinderat kandidierte. Schliesslich ist der 36jährige Wallenwiler schon längere Zeit politisch aktiv. Als Grünliberaler fast der ersten Stunde trat er der Kantonalpartei kurz nach deren Gründung 2008 bei und hob danach die Bezirkspartei mit aus der Taufe. Dort wirkt er seither als Kassier im Vorstand.

Für Kantonsrat kandidiert

Zwar hat Sigg schon zweimal für den Kantonsrat kandidiert. Die familiäre und berufliche Situation habe bis anhin aber ein weitergehendes politisches Engagement verhindert. Doch nun tritt der Immobilientreuhänder, der jetzt noch bei einem Detailhändler für dessen Liegenschaften zuständig ist, bald die Stelle des Teamleiters der Verwaltung der Gewerbeimmobilien bei der Stadt Zürich an. «Dieser Job wird mir eine grössere zeitliche Flexibilität ermöglichen», ist Sigg überzeugt. «Deshalb trete ich nun zur Wahl an.»

Seine Chancen stehen gut. Sieht es doch aktuell nach zwei Vakanzen in der Behörde aus. Für das Amt des nächsten Sommer zurücktretenden Gemeindeammanns Robert Meyer (GLP) kandidieren die beiden amtierenden Gemeinderäte Peter Meier (parteilos) und Adrian Stutz (SVP). Zudem tritt Gemeinderat Ernst Meili (parteilos) nicht zur Wiederwahl an. Meili ist als Ressortleiter Hochbau auch Präsident der Baukommission. Ein Gremium, dem auch Alexander Sigg seit zwei Jahren angehört.

Wunschressort Hochbau

Der Immobilienprofi spekuliert denn auch schon darauf, dereinst Meilis Ressort übernehmen zu können. «Ein anderes Ressort wäre mir selbstverständlich auch recht», sagt Sigg. «Im Hochbau könnte ich aber meine ganze berufliche Kompetenz einbringen.» Gleichzeitig betont er seine diesbezügliche Unabhängigkeit. Er arbeite in Zürich und sitze zudem im Vorstand einer Winterthurer Baugenossenschaft. Mit der Hinterthurgauer Bauwirtschaft sei er hingegen gar nicht verbandelt. «Ich müsste also kaum je bei einer Entscheidung in den Ausstand treten.»

Nicht im Vordergrund stehe hingegen, dass die Grünliberale Partei auch nach Robert Meyers Abgang in der Eschliker Gemeindeexekutive vertreten sein wird. Gänzlich unwichtig ist für Sigg, den Vorsitzenden der Grünliberalen Ortsgruppe, dieser Aspekt dann aber doch nicht. «Ich würde es ausserordentlich begrüssen», sagt Sigg unumwunden. Schliesslich habe er in der GLP damals endlich eine Partei gefunden, die ihm voll entspreche.