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Die Haselmaus ist keine Maus

Schülerinnen und Schüler der 6. Primarklasse von Dussnang-Oberwangen suchten während der vergangenen Wochen nach Spuren der Haselmaus. Die Aktion wurde von Pro Natura lanciert.
Ruth Bossert

Dussnang. Haselmäuse sind kleine Schleckmäuler. Bevor die Haselmaus in den Winterschlaf abtaucht, frisst sie so viel, dass sich ihr Gewicht verdoppelt, bevor sie das Winterquartier bezieht. Diese herbstliche Fresslust der Haselmaus benutzten die Schüler der 6. Klasse von Niklaus Schnell, um über die scheue, nachtaktive Haselmaus mehr zu erfahren. Diese gehört zur kleinsten Schläferart und ist eine nahe Verwandte des Siebenschläfers. In der Schweiz sei das Tier gefährdet und es gebe Hinweise, dass ihr Bestand weiter zurückgeht.

Aus diesem Grund startete Pro Natura die Aktion «Auf zur Nussjagd» und rief Schulklassen und Jugendgruppen dazu auf, sich auf die Suche nach Spuren der scheuen Haselmaus zu machen.

Beim Fressen Haare lassen

Mit einem Gemisch aus Erdnussbutter, Haferflocken und Rosinen waren auch die beiden Jungforscher Niccolo Vanoni und Michael Frey im Gebiet Tanneggergrat unterwegs.

Sie befestigten an Ästen Fallen aus WC-Rollen, die sie vorgängig in der Schule mit naturfreundlichem Schellack und Brennsprit imprägniert hatten. In die Rollen füllten sie das Erdnussbutter-Gemisch und mit Klebestreifen fabrizierten sie eine Art Haarfalle. «Wenn die Haselmaus nun in die Falle kriecht, um Erdnussbutter zu stibitzen, dann hinterlässt sie automatisch einige Haarbüschel am Klebestreifen», erhofften sich die beiden.

Als die Fallen nach zwei Wochen wieder eingesammelt wurden, machten Micha, Joel und Patrick grosse Augen. Sie stellten fest, dass die Erdnussbutter verfault war und sich Schnecken und Kellerasseln auf der Masse tummelten.

Mithelfen bei Verbreitungskarte

An den Klebebändern von Niccolo und Michael hingegen entdeckten die beiden zahlreiche rote Haare. Die jungen Forscher sind überzeugt, dass diese braun-rötlichen Haare der Haselmaus gehören.

Die gesammelten Ergebnisse wurden nun an Pro Natura eingeschickt und sowohl die Sechstklässler wie auch ihr Lehrer hoffen, dass sie mit ihrer Forschungsarbeit mithelfen herauszufinden, wo die Haselmäuse noch verbreitet sind. Dank der Mithilfe der verschiedenen Schulklassen in der Schweiz kann nun eine aktuelle Verbreitungskarte der Haselmauspopulation angefertigt werden.

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