Die grossen Namen sorgen für Gesprächsstoff

Im ersten Heimspiel des FC Wil seit dem Einstieg der türkischen Investoren gab es hüben wie drüben nur wenige Torchancen. So interessierten beim 0:0 gegen Absteiger Aarau andere Dinge. Zum Beispiel die Verpflichtung des ehemaligen türkischen Nationalspielers Selçuk Sahin und ein Gerücht um Egemen Korkmaz.

Simon Dudle
Drucken
Teilen
Wils neuer Captain Mert Nobre vergab zwei gute Möglichkeiten. (Bild: Benjamin Manser)

Wils neuer Captain Mert Nobre vergab zwei gute Möglichkeiten. (Bild: Benjamin Manser)

WIL. Sowohl Aarau wie Wil möchten in der nächsten Saison in der Super League spielen. Davon waren die beiden Teams am Samstag allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Wils Trainer Fuat Capa setzte in der Startformation fast auf die gleichen elf Spieler wie eine Woche zuvor beim 2:1-Auswärtssieg in der Startrunde gegen Winterthur. Einziger neuer – und zugleich Captain – war der Brasilianer Mert Nobre, der in der türkischen höchsten Spielklasse über 100 Tore erzielt hat. Er vergab die beiden besten – und auch einzigen – Wiler Chancen. Nach einer Viertelstunde musste Nobre den schwächeren linken Fuss nehmen und scheiterte aus kurzer Distanz an Aaraus Goalie Ulisse Pelloni. «Ich bin nicht glücklich mit diesem Unentschieden. Wir brauchen noch zwei, drei Spiele, um uns zu finden», sagte Nobre. Er sei punkto Fitness erst bei etwa 60 Prozent.

Wo ist Korkmaz?

Noch gar nicht für einen Einsatz bereit war André Santos, einst Champions-League-Torschütze mit Arsenal London. Er wurde auf dem Matchblatt zwar als Ersatzspieler geführt, wandelte aber in ziviler Kleidung durch die IGP Arena. Gar nicht zugegen war der neunfache türkische Nationalspieler Egemen Korkmaz. Offiziell ist der Innenverteidiger weg, um das Visum in der Türkei zu holen. Da er das schon eine ganze Weile tut, nährte dies die Spekulation, Korkmaz kehre nicht mehr nach Wil zurück, weil ihm der Club zu klein sei. Wils Sportchef Erdal Keser sagte: «Egemen muss sich noch zurechtfinden, aber wir erwarten ihn am Montag in Wil.»

Fünfmal Meister

Der umtriebige Sportchef konnte die Verpflichtung eines weiteren Spielers mit grosser Vergangenheit vermelden. Selçuk Sahin unterschrieb einen Vertrag bei den Wilern, über dessen Länge Keser keine Angabe machte. Der 34-Jährige für das defensive Mittelfeld spielte die vergangenen zwölf Jahre ununterbrochen für Fenerbahce Istanbul, wurde fünfmal türkischer Meister, zweimal Cupsieger. Diesen Sommer wurde sein auslaufender Vertrag nicht erneuert. Für die türkische Nationalmannschaft absolvierte Sahin 23 Spiele. «Er war schon länger unter unserer Beobachtung und hat bereits vergangene Woche in Wil trainiert», sagte Keser.