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Die Gefahr ist fast unsichtbar: Das Wasser zweier Wiler Bäche muss neu kanalisiert werden

Das Wiler Stadtparlament bewilligt 3,3 Millionen Franken für Bachwasserleitungen und Hochwasserschutz.
Hans Suter
Unscheinbar, aber nicht ungefährlich: das Burgstallbächli. Das meist spärliche Wasser fliesst heute in die Kanalisation. Bilder: Hans SuterUnscheinbar, aber nicht ungefährlich: das Burgstallbächli. Das meist spärliche Wasser fliesst heute in die Kanalisation. Bilder: Hans Suter
Für den Sandbüelbach braucht es einen grösseren Kanal.Für den Sandbüelbach braucht es einen grösseren Kanal.
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Die Gefahr ist fast unsichtbar

Dass verschmutztes Wasser einer Abwasserreinigungsanlage (ARA) zugeführt werden muss, stellt kaum jemand in Frage. Der umgekehrte Fall, eine ARA mit sauberem Wasser zu belasten, dagegen schon. Trotzdem kommt dies vor. Zum Beispiel beim Burgstallbächli. Das meist wenige Wasser fliesst heute an der Grenze der Stadtteile Wil und Bronschhofen ab der Trottenstrasse über die Mischwasserleitung in die ARA. Möglich ist das dank einer Ausnahmebewilligung des Kantons, die aber zeitlich begrenzt ist.

Um einerseits dieses Problem zu lösen und anderseits den Hochwasserschutz zu gewährleisten, soll das Wasser künftig über eine neue Bachwasserleitung unter der Trottenstrasse zur Hauptstrasse und von dort über einen neuen unterirdischen Kanal letztlich in den Trungerbach geführt werden. Beim Einlenker Hochwachtstrasse in Bronschhofen fliesst bereits der Sandbüelbach in Richtung Trungerbach, weshalb eine Vergrösserung der Ableitung nötig wird. Die Kosten des Projekts werden auf 3,3 Millionen Franken veranschlagt.

Mit mässiger Begeisterung

Die Bau- und Verkehrskommission empfahl dem Parlament einstimmig die Annahme der Vorlage. Auch die CVP-Fraktion sprach sich für die Annahme aus. Christoph Gehrig räumte allerdings ein: «Die Begeisterung war bescheiden, wir hatten kaum Spielraum.» 3,3 Millionen Franken seien viel Geld.

Notwendigkeit bei den Fraktionen unbestritten

Mässig war die Euphorie auch bei den anderen Fraktionen, wenngleich die Notwendigkeit im Grundsatz unbestritten war. Eva Noger (Grüne Prowil) begrüsste zwar, dass die Trennung zwischen Schmutz- und Sauberwasser endlich erfolge. Bedauern äusserte sie dagegen, dass nicht mehr offen geführte Bachläufe möglich seien. Dem schloss sich auch Susanne Gähwiler (SP) an. FDP und SVP sprachen sich ebenfalls für die stadträtlichen Anträge aus. Dem Kredit wurde mit 39 Ja zu 1 Nein zugestimmt.

Gemäss Gemeindeordnung untersteht die Vorlage dem fakultativen Referendum.

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