Die Feuchtigkeit nagt am Stahl

Für das Naherholungsgebiet an der Thur ist der Sonnentaler Steg eine wichtige Verbindung. Wanderer und Biker überqueren auf der schmalen Brücke den Fluss. Die Stahlkonstruktion hat Korrosionsschäden und muss saniert werden.

Urs Bänziger
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Mensch und Tier überqueren auf dem Sonnentaler Steg die Thur. Die Farbschicht auf den Stahlträgern blättert ab und wird frisch gestrichen. (Bild: Urs Bänziger)

Mensch und Tier überqueren auf dem Sonnentaler Steg die Thur. Die Farbschicht auf den Stahlträgern blättert ab und wird frisch gestrichen. (Bild: Urs Bänziger)

UZWIL/OBERBÜREN. Seit mehr als 100 Jahren verbindet der Sonnentaler Steg die beiden Uferseiten der Thur sowie die Gemeinden Uzwil und Oberbüren. Zwar hat die schmale Flussüberquerung ihre frühere Bedeutung als Arbeits- und Schulweg verloren, aber von Wanderern und Velofahrern wird der Steg mitten im Naherholungsgebiet noch immer rege benutzt.

Die Stahlfachwerkkonstruktion aus dem Jahr 1912 weist an einigen Stellen starke Korrosionsschäden auf. Deshalb haben die beiden Gemeinden beschlossen, den Steg zu sanieren. Die Kosten von rund 200 000 Franken teilen sich Uzwil und Oberbüren auf.

Für zwei Monate gesperrt

Die Uzwiler Stimmberechtigten haben an der Bürgerversammlung vom 30. November mit dem Budget 2016 die Kosten für die Sanierung genehmigt. Wie Verwaltungsleiter Thomas Stricker sagt, sollen die Arbeiten im Verlauf des nächsten Jahres ausgeführt werden. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Die Sanierung wird rund zwei Monate dauern. In dieser Zeit ist der Sonnentaler Steg gesperrt.

Von Witterungseinflüssen gezeichnet ist nicht nur die Stahlkonstruktion, sondern auch die Brückenpfeiler und die Gehwegplatten weisen Schäden auf. Mit der Instandsetzung soll der Steg zudem eine Absturzsicherung erhalten. Eine solche habe bisher gefehlt, sagt Thomas Stricker. Vorgesehen ist, zwischen den Stahlträgern ein Diagonaldrahtgeflecht anzubringen.

Der Sonnentaler Steg ist seit seiner Erbauung schon verschiedentlich instand gesetzt worden. Die letzte grössere Sanierung sei 1996 erfolgt, berichtet Stricker. «Die Feuchtigkeit nagt ständig an der Stahlkonstruktion, so dass sie durchschnittlich alle 20 Jahre eine Auffrischung benötigt.»

Neuer Steg kostet mehr

Bei der letzten wie auch vor dieser Sanierung haben die beiden Gemeindebehörden einen Neubau in Betracht gezogen, aus Kostengründen aber darauf verzichtet. «Ein neuer Steg kostet zwischen 500 000 bis 750 000 Franken», sagt Stricker. «Irgendwann müssen die Stahlträger ersetzt werden.»

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