Die Farb- und Tonmalereien von Musikern und Kunstmaler faszinierten das Publikum

Inspiriert von den Klängen der Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil schuf der Bischofszeller Kunstmaler Paul Huber ein grosses Bild.

Kathrin Meier-Gross
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Während die Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil konzertiert, malt der Bischofszeller Kunstmaler Paul Huber ein grosses Bild.

Während die Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil konzertiert, malt der Bischofszeller Kunstmaler Paul Huber ein grosses Bild.

Bild: Kathrin Meier-Gross

«Ein voller Saal, der wunderschön dekoriert ist, das ist ein Supergefühl», gestand Leo Neuländner, Präsident der Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil, (MGBO) nachdem das Musikkorps das Konzert mit dem anspruchsvollen Konzertmarsch «Couleurs» eröffnet hatte.

Wie sind die Farben geblieben?

Mit «chèrs amis» begrüsste Charles de Couleur (Monika Sutter) das Publikum. Als bester Künstler überhaupt wollte er auf der bereitstehenden Leinwand ein einmaliges Kunstwerk schaffen. Dummerweise hatten seine Farben die Flucht ergriffen und sich unter das Publikum gemischt. Was tun? Zum Glück war der bekannte Bischofszeller Kunstmaler Paul Huber im Saal. Er war sogleich bereit, ein Gemälde zu erstellen.

Neu formierte Jugendband

Während die MGBO unter der Leitung von Dominik Eugster das abwechslungsreiche «Odilia» intonierte, trug Huber grosszügig Farbe auf die Leinwand und verteilte diese mit dem Spachtel. Mit «Odilia» will das Korps am nächsten Kreismusiktag punkten. Grossen Beifall ernteten die «Betti Players» unter der Leitung von Marco D`Incau. Die neu formierte Jugendband, unterstützt von den Bläserkids Wil, präsentierte sich als starke Gruppe, die Freude hat am Musizieren. Auch die Jüngsten, Patrik Arnold`s Bläserklasse, bestanden ihren Auftritt vor Publikum mit Bravour.

Farben bleiben unauffindbar

Charles de Couleur indessen versuchte immer noch herauszufinden, wo seine Farben stecken könnten. In Schwarzenbach? Auf dem Rotsteinpass? Oder hatten sie einfach blau gemacht? Während sich Rot (Nadine Wetter), Grün (Chantal Artho) und Gelb (Nadine Eisenring) über den «alten Pinsel» lustig machten, begeisterte die MGBO die Gäste mit der Filmmusik «Goldfinger» und der Polka «Zeitlos».

Fasziniert von der Ausdruckskraft

Unbeirrt von der Pause arbeitete Paul Huber weiter an seinem Werk. Mittlerweile waren auf dem farbintensiven Untergrund feine Motive zu sehen, die anschliessend mit starken Farben verifiziert wurden. Tuba- und Waldhornspieler waren deutlich zu erkennen. Auf der Bühne jazzten derweil die Musiker das Stück «Maraba Blue», wechselten dann zum sehnsuchtsvollen «Blue Bayou» und spielten «Como la flor», welches das Aufgabenstück am kantonalen Musikfest in Lenggenwil gewesen war. Die MGBO hatte dort den vierten Rang erreicht. Mitreissend war die Queen-Interpretation von «Don`t stop me now». Weil Charles de Couleur seine Farben nicht rechtzeitig fand, konnte er sein Gemälde nicht realisieren. Dafür war das Publikum fasziniert von der Ausdruckskraft von Paul Hubers Bild.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft

Leo Neuländner dankte allen, die an der Realisation dieses vielseitigen Unterhaltungsabends beteiligt waren. Therese Meyer und Alex Lenz wurden für ihre 35-jährige Mitgliedschaft geehrt. Anita Müglich und Patrik Hilfiker sind seit 25 Jahren dabei. Das offizielle Programm endete mit mehreren Zugaben.