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Die etwas andere Studienberatung

Vor gut zwei Jahren gründete der 28-jährige Wiler Benjamin Vidas mit drei Studienkollegen die Bildungsplattform Eduwo – eine Möglichkeit zur digitalen Studienberatung. Nun wollen die vier jungen Männer ihr Konzept ausbauen.
Miranda Diggelmann
Benjamin Vidas ist Mitgründer der Bildungsplattform Eduwo und ist Leiter Marketing und Kommunikation. (Bild: Miranda Diggelmann)

Benjamin Vidas ist Mitgründer der Bildungsplattform Eduwo und ist Leiter Marketing und Kommunikation. (Bild: Miranda Diggelmann)

An der Fachhochschule in St. Gallen studierte der Wiler Benjamin Vidas Betriebswirtschaft. Während seines Masterstudiums hat er unter anderem Lukas Huber, Simon Schwizer und Raphael Tobler kennen gelernt, mit denen er später das Start-up Eduwo gründete. Seit Anfang 2017 ist die Bildungsplattform online und stellt den Studierenden von morgen Erfahrungsberichte von aktuellen oder ehemaligen Studierenden, also Informationen aus erster Hand, zur Verfügung.

Das Ziel sei eine hohe Transparenz im Bildungsbereich. «Unsere Plattform soll authentische Bewertungen von Studiengängen liefern – von Leuten, die es selbst studiert haben oder es noch immer studieren», sagt Benjamin Vidas. Eduwo will so die Studienabbrüche reduzieren und künftigen Studierenden helfen, das ideale Studium zu finden. «In der Schweiz gab es davor keine Möglichkeit, dies online zu tun», so der 28-Jährige.

Von der ersten Idee bis zur Online-Schaltung dauerte es rund neun Monate, bis das damalige Pilotprojekt Eduwo umgesetzt wurde. Fast zwei Jahre und 3000 Erfahrungsberichte später sind Vidas und seine Kollegen sehr zufrieden mit der Entwicklung ihrer Plattform. «Die Nutzer steigen stetig und werden mit unserem neuen Projekt hoffentlich noch mehr steigen.»

Neue Funktion zur Interaktionsmöglichkeit

Seit dem Start von Eduwo sind konstant neue Funktionen hinzugekommen. Anfangs war es nur die Bewertungsfunktion, später konnte man sich die Bewertungen auch ansehen. Nun will das Eduwo-Team eine neue Interaktionsmöglichkeit zwischen den Studierenden und den Suchenden lancieren.

«Gespräche und Umfragen haben ergeben, dass mehr Interaktion gewünscht wird. Bisher konnten die Suchenden nur Erfahrungen lesen, jedoch nicht nachfragen. Aber auch sie haben Fragen und möchten diese online stellen können.»

Auf jene Fragen sollen erfahrene Experten dann antworten können, damit ein Austausch entsteht. Künftig werden zu diesen Experten nicht nur aktuelle oder ehemalige Studenten zählen, sondern auch Studienberater und Studiengangleiter sowie HR-Abteilungen von Unternehmen. «So wird die Studienberatung nicht nur kompetenter, sondern erstmals in der Schweiz auch digitalisiert», erklärt Vidas die Intention des neuen Projekts. Das Ziel von Eduwo ist es, dass Nutzer die neue Funktion schon Mitte 2019 brauchen können. Derzeit befindet sich das Start-up noch im Gespräch mit diversen Experten.

Das Eduwo-Team hat sein Konzept jedoch nicht nur mit der neuen Interaktionsmöglichkeit erweitert, sondern auch mit einem Advisory Board, einer Art Beirat. Jener enthält Mitglieder aus unterschiedlichen Branchen, so etwa Heinz Karrer (Präsident economiesuisse), Lukas Weder (Mitgründer von Eat.ch), David Klett (Managing Director Klett Lernen und Information) und Patrick Degen (Partner Swiss Founders Fund).

«Das Advisory Board soll neben dem operativen Team zusätzlich für den Erfolg unseres neuen Projekts sorgen, indem es uns berät, im Kompetenz- und Start-up-Bereich Tipps gibt und unterstützt», sagt Vidas, der Vollzeit für Eduwo arbeitet. Regelmässig finden zwischen dem operativen Team und den einzelnen Experten des Advisory Boards Sitzungen und Telefonate statt.

Ausserdem verfügt Eduwo über ein Journalistenteam, das laufend Beiträge für ihr weiteres Projekt «Bildungsmagazin» verfasst. Das Bildungsmagazin ist unter anderem ein Weg, wie Eduwo Geld verdient. «Schulen und Unternehmen haben die Möglichkeit, Beiträge zu kaufen, etwa um neue Studiengänge zu bewerben oder innovative Projekte vorzustellen», erklärt Benjamin Vidas.

Finanzierung und entfernte Ziele

Der aktuell wichtigste Weg, Einkommen zu generieren, sind die Premium-Profile auf Eduwo. «Auf unserer Plattform haben wir ohnehin sämtliche Universitäten und Fachhochschulen der Schweiz aufgeschaltet. Damit jene nun zusätzliche Infos, Bilder, Studiengangführer und Videos zur ihren Institution hochladen oder auf Erfahrungsberichte antworten können, müssen sie über ein Premium-Profil verfügen. Für dieses bezahlen sie eine jährliche Gebühr», erklärt Benjamin Vidas. Des Weiteren hat das Start-up kürzlich eine Finanzierungsrunde gestartet. Mit dem Geld der Investoren will Eduwo die neuen Projekte finanzieren.

Obschon sich das zweijährige Unternehmen mit Sitz im Technopark Winterthur bereits Löhne auszahlen kann, haben die vier Mitglieder stets höhere Ziele vor Augen. «Wir träumen davon, mit unserer Dienstleistung irgendwann ins Ausland zu gehen.»

Hinweis

Weitere Infos und Beratungen sind unter www.eduwo.ch oder unter www.bildungsmagazin.ch zu finden.

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