Die Erde bebt im Toggenburg

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Region Das Katastrophenhilfebataillon 23 übt seit Sonntagnacht im Toggenburg den Notfalleinsatz. Die Katastrophenhilfeübung «Rathar 17» findet auf einem Dutzend Übungsplätzen statt. Die Armee trainiert dabei die Unterstützung der Bevöl­kerung im Katastrophenfall und errichtet auch Nachhaltiges.

Das Katastrophenhilfebataillon 23 gehört zur Territorial­region 4, die für die Ostschweizer Kantone zuständig ist. Die militärischen Rettungskräfte trainieren im gewählten Szenario den Einsatz zu Gunsten der Bevölkerung nach einem schweren Erdbeben der Stärke 6,1. Die Armee unterstützt dabei als Partner die zivilen Behörden, die mit ihren Mitteln an Grenzen stossen.

An «Rathar 17» nehmen rund 800 Angehörige der Armee und zahlreiche zivile Organisationen teil. Auf mehreren Übungsplätzen unterstützt die Luftwaffe die Einheiten am Boden mit Helikoptern. Für die Bevölkerung wichtige Infrastruktur wird gezielt in die Übung einbezogen. So wird unter anderem das Spital Wattwil mit mobilen Mitteln der Armee zur Aufnahme zusätzlicher ­Patienten erweitert. In Hemberg beim Abbruch eines alten Skilifts und beim Rückbau einer beschädigten Staumauer in Wattwil wird zudem gesprengt.

Die Armee trainiert nicht nur den Rettungseinsatz, sie baut auch auf. Die Übung ist so konzipiert, dass zahlreiche Übungs­objekte im Anschluss nachhaltig genutzt werden können. So hilft das Katastrophenhilfebataillon 23 unter anderem bei der Erstellung des Baumwipfelpfades in Mogelsberg. Zudem werden verschiedene Brücken saniert oder komplett neu gebaut. (pd)

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