Die Bretter rollen wieder

Rechtzeitig auf die Frühlingsferien hat die Gemeinde Oberuzwil die Skateanlage an der Gewerbestrasse wieder eröffnet. Auf Initiative von Jugendlichen wurde der Park für 50 000 Franken erneuert und aufgewertet.

Ives Bruggmann
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Die neue Skateanlage in Oberuzwil lockt viele Kinder und Jugendliche an. Durch neue Elemente wurde die Anlage aufgewertet. (Bilder: Ives Bruggmann)

Die neue Skateanlage in Oberuzwil lockt viele Kinder und Jugendliche an. Durch neue Elemente wurde die Anlage aufgewertet. (Bilder: Ives Bruggmann)

OBERUZWIL. Die Kugellager der Skate- und Kickboards rattern und die Eisenstangen quietschen. Seit die Skateanlage an der Gewerbestrasse neueröffnet wurde, herrscht dort wieder reger Betrieb. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich, dass zu Beginn der Frühlingsferien das Wetter mitspielt. So können sie den neuen Skatepark in Oberuzwil bei angenehmen Temperaturen ausgiebig testen.

Eine neue Halfpipe

Bunt und frisch kommt er daher, der neue, in den Farben Rot und Blau gestaltete Park. Die Jugendlichen waren es, die bei der Gemeinde eine Petition eingereicht haben. Auch Mathias Specker, einer der Initianten, ist an diesem sonnigen Frühlingstag mit dem Skateboard auf den neuen Rampen und Rails unterwegs. «Es hat sich wirklich gelohnt, dass wir uns von der Gemeinde eine Aufwertung des Skateparks gewünscht haben», sagt der 14-Jährige.

Die bestehenden Elemente seien renoviert und dadurch qualitativ verbessert worden. Dazu seien noch die gewünschten Rails – Eisenstangen, auf denen man mit dem Skateboard gleiten kann – und eine Halfpipe dazugekommen, freut sich Specker. «Der einzige Nachteil ist, dass es mehr Kinder hier hat als vorher. Ansonsten habe ich noch niemanden gehört, der etwas an der neuen Anlage auszusetzen hatte. Es passt alles.»

Fast alle Wünsche umgesetzt

Das Engagement der Jugendlichen hat sich ausbezahlt. Die Skateanlage wurde für 50 000 Franken aufgewertet. Die Oberuzwiler Bauverwalterin Claudia Lenz sagt: «Einige Elemente konnten wir restaurieren, und einige neue kamen dazu.» Die Anlage sei in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen gestaltet worden. Den ersten Entwurf hätten sie mit den Initianten gemeinsam angeschaut.

«Wir konnten fast alle Wünsche der Jugendlichen umsetzen. Einige Kleinigkeiten konnten wir aus Sicherheitsgründen nicht realisieren», sagt Lenz. Auch Omar Bruderer und seine Freunde Mateo Ivancic und Lavdrim Kamberi freuen sich über die neue Anlage. «Sie ist super. Im Vergleich zum alten Park hat es nun mehr Rampen, und die Skateboards fahren schneller darauf. Zudem ist der Belag bei Regen oder Feuchtigkeit weniger rutschig als vorher», sagt Bruderer, der einen Arm eingebunden hat. «Ich bin bei einem Sturz in der Halfpipe unglücklich aufgekommen und habe mir dabei den Arm gebrochen. Das war Pech.» Ein gewisses Restrisiko bleibt bei einem Skatepark immer bestehen, auch wenn die neuen Rampen aus Holz und nicht mehr aus Beton bestehen.

Beliebter Treffpunkt

An diesem Tag sind innerhalb einer Stunde knapp 15 Kinder und Jugendliche auszumachen. Sie fahren Skateboard, Kickboard oder spielen miteinander. «Auch schon haben wir sogar 21 Kinder gezählt. So viele waren bei der alten Anlage nie hier», sagt Omar Bruderer.

Allan Brunett fährt mit seinem Skateboard die Rampe hinunter. «Der Belag ist schneller als vorher», sagt er.

Allan Brunett fährt mit seinem Skateboard die Rampe hinunter. «Der Belag ist schneller als vorher», sagt er.

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