Die braune Walze bringt hohe Schäden mit sich

BETTWIESEN/MÜNCHWILEN. Auch der Hinterthurgau blieb vom Unwetter am Sonntagabend nicht verschont. Prekär war die Situation phasenweise in Bettwiesen, wo eine «braune Walze» durchs Dorf ging, wie Bettwiesens Feuerwehrkommandant Hanspeter Fischer gestern sagte.

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BETTWIESEN/MÜNCHWILEN. Auch der Hinterthurgau blieb vom Unwetter am Sonntagabend nicht verschont. Prekär war die Situation phasenweise in Bettwiesen, wo eine «braune Walze» durchs Dorf ging, wie Bettwiesens Feuerwehrkommandant Hanspeter Fischer gestern sagte. Es entstanden hohe Sachschäden an der Natur und an Gebäuden. Die Summe lässt sich noch nicht beziffern.

Hangrutsch beim Schloss

Hauptproblem war, dass der eingedolte Dorfbach innerhalb weniger Minuten anschwoll, die enormen Wassermengen nicht mehr schlucken konnte und an die Oberfläche trat. An der Eich- und der Winkelstrasse sowie im Bereich des Kindergartens wurden die meisten der 38 Schadensfälle gemeldet. Die Hauptstrasse von Bronschhofen nach Tägerschen musste gesperrt werden, der Verkehr wurde bereits in Bronschhofen grossräumig umgeleitet. Einige neuralgische Punkte in Bettwiesen waren zusätzlich gesperrt.

Rund 35 bis 40 Personen der Feuerwehr Bettwiesen und des Stützpunktes Münchwilen standen während der ganzen Nacht in Schichten im Einsatz. «Mich hat besonders gefreut, dass einige Dorfbewohner spontan ihre Hilfe angeboten haben», sagte Fischer. Auch ein Hangrutsch in der Nähe vom Schloss Bettwiesen musste konstatiert werden, jedoch ohne grössere Folgen. Gestern nachmittag waren die gröbsten Schäden behoben.

Zwei Strassen gesperrt

Gar 80 bis 90 Feuerwehrleute standen in Münchwilen im Einsatz. Im Hinterthurgauer Bezirkshauptort war der über die Ufer getretene Krebsbach das Hauptproblem. Er füllte mehrere Keller und eine Tiefgarage im Ortsteil St. Margarethen. Die Möhrikoner- und Mezikonerstrasse mussten am Sonntagabend gesperrt werden. Personenschäden sind in beiden Ortschaften nicht bekannt. In Bettwiesen wurde einer ältern Person seitens der Feuerwehr Hilfe anerboten. (sdu)