Die Bioabfuhr der ZAB reduziert den Hauskehricht um bis zu 25 Prozent

2018 verwertete der ZAB in Bazenheid 8448 Tonnen Bioabfälle und Grüngut zu neuer Energie. 28 Gemeinden nutzen ZAB-Dienstleistungen wie Bioabfuhr und Grüngutsammlung bereits. Neu auch Zuzwil und Mosnang. 2020 stösst Gossau dazu.

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Immer mehr Gemeinden nutzen die Bioabfuhr des ZAB. (Bild: PD)

Immer mehr Gemeinden nutzen die Bioabfuhr des ZAB. (Bild: PD)

Seit über 20 Jahren organisiert der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) für mittlerweile 28 Gemeinden im Einzugsgebiet die Bio- oder Grüngutabfuhr. «Eine von der Bevölkerung geschätzte und auch genutzte Dienstleistung», wie ZAB-Geschäftsführer Claudio Bianculli in einer Medienmitteilung schreibt.

Bioabfuhr nicht gleich Grüngutsammlung

Regelmässig – meistens wöchentlich - werden die biologischen Abfälle aus Haushalt, Küche und Garten durch den ZAB gesammelt und der Verwertung durch geeignete Partner zugeführt. Die getrennte Sammlung von Bioabfall kann den Hauskehricht – je nach Jahreszeit – bis um 25 Prozent reduzieren. Im Unterschied zur Bioabfuhr werden bei der Grüngutsammlung nur die Gartenabfälle und der Rasenschnitt gesammelt.

Was gehört in die Abfuhr?

Die Grüngutsammlung sieht die Sammlung von Gartenabraum vor. Der Bioabfuhr können jedoch neben Gartenabfällen auch Haushaltabfälle sowie Speisereste mitgegeben werden, beispielsweise Fleisch, Fisch und Brot (Essensreste), Kaffee- und Teesatz (inklusive Filterpapier und Haushaltpapier), Gartenabfälle, Rasenschnitt, Blumensträusse und Topfpflanzen, Obst- und Gemüseabfälle, Eierschalen und Rüstabfälle, Federn und Haare, Kleintiermist sowie Backabfälle und kompostierbare Grünabfallbeutel.

Menge hat sich innert zehn Jahren verdoppelt

Die Grüngutmengen in der Schweiz steigen seit Jahren kontinuierlich an: Allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Menge an gesammeltem und verwertetem Biogut, beziehungsweise Grüngut mehr als verdoppelt. Mit steigender Tendenz. Die Trendentwicklung zeigt auch, dass die Mieten- und Feldrandkompostierung durch Auflagen der Behörden vermehrt unter Druck geraten. Immer mehr Gemeinden im Einzugsgebiet übertragen deshalb die Aufgabe der Sammlung und Verwertung von Bioabfällen dem ZAB – so in diesem Jahr neu auch die Gemeinden Zuzwil und Mosnang. Im Jahr 2020 wird auch die Stadt Gossau den ZAB mit der Bioabfuhr beauftragen.

8448 Tonnen gesammelt und verwertet

Dank der langjährigen Erfahrung, den guten Preiskonditionen sowie verschiedenen unterstützenden Dienstleistungen – von Gebührenmarken bis hin zur Beschaffung von geeigneten Behältern – wurde der ZAB auch im Bereich der Sammlung von Bio- und Grüngut zu einem Partner für die Gemeinden. «Mit der regelmässigen Abfuhr wird der Bevölkerung eine willkommene und geschätzte Dienstleistung geboten», ist Claudio Bianculli überzeugt. So konnten im vergangen Jahr 4871 Tonnen Biogut und 3577 Tonnen Grüngut der energetischen und/oder der stofflichen Verwertung zugeführt werden.

Ökologisch sinnvoll

Die Bundesverordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen schreibt vor, dass die biogenen Abfälle rein stofflich oder durch Vergärung verwertet werden müssen. Der grosse Vorteil der Vergärung besteht darin, dass in einer ersten Stufe des Prozesses eine energetische Nutzung stattfindet (Veredelung zu Biogas), und anschliessend das Gärgut stofflich verwertet werden kann. Bei der Kompostierung hingegen erfolgt nur eine stoffliche Verwertung.

Die Vorteile

In den Haushaltungen fallen in der Küche, auf dem Balkon oder im Garten beträchtliche Mengen an Bio-/Grünabfällen (= organische Abfälle) an. Durch die entsprechende Verwertung werden diese Abfälle energetisch (Produktion von Biogas) und stofflich (Herstellung von Dünger / Komposterde) genutzt. So lassen sich die natürlichen Kreisläufe schliessen: Dünger kann in der Landwirtschaft genutzt werden, mit der erneuerbaren Energie schonen wir die Umwelt. (pd/hs)