Die Bilanz darf sich sehen lassen

Die Armbrust-Weltmeisterschaft in Wil ist Vergangenheit. Der eingesprungene Veranstaltungsort war mehr als nur ein Notnagel. Die Schützen dankten das Engagement mit Spitzenleistungen.

Ernst Inauen
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ARMBRUST. An der 16. Weltmeisterschaft der Armbrustschützen in Wil holten die Schweizer Armbrustschützen insgesamt drei Weltmeistertitel und dreizehn weitere Podestplätze. Es wurden vier Weltrekorde erzielt.

Zum Abschluss der Weltmeisterschaften wurden am Samstag auf der Anlage Thurau die 30-m-Titelkämpfe der Open Class und der U23-Final ausgetragen. Im Teamwettbewerb der Open Class startete die Schweiz mit einer reinen Frauenmannschaft. Irene Beyeler, Sonja Haller und Monika Zahnd erbrachten eine tolle Leistung und gewannen überlegen den Weltmeistertitel vor Österreich und Deutschland.

Erfolgreichste Schweizerin

In der Einzelwertung Stehend holte Irene Beyeler hinter Weltmeister Norbert Ettner (D) die Silbermedaille. In der Kniend-Wertung siegte Franziska Peer (A). Die Silbermedaille eroberte wiederum Irene Beyeler, Bronze ging an Monika Zahnd.

Im Final der Gesamtwertung Stehend/Kniend wurde Irene Beyeler nach einem spannenden Final mit einer weiteren Silbermedaille ausgezeichnet. Sie war mit einer Gold- und vier Silbermedaillen die erfolgreichste Schweizer Teilnehmerin.

Starker Nachwuchs

Im Wettbewerb 30 m U23 rangiert das Schweizer Team mit Joel Brüschweiler, Stefan Ebnöther und Jonas Hansen hinter Deutschland auf dem 2. Platz. Die zweite Mannschaft mit Marcelina Häringer, Petra Kneubühler und Roman Gohl kam auf den 3. Rang. Die Stehend-Wertung U23 gewann Karsten Strobelt (D) vor Manuel Moser (A) und Joel Brüschweiler (CH). In der Disziplin Kniend ging der ganze Medaillensatz an die Schweiz, welche mit Jonas Hansen, Marcelina Häringer und Stefan Ebnöther antrat. In der Gesamtwertung Stehend/Kniend holte Karsten Strobelt den Titel vor Stefan Ebnöther.

Fünf Nationen gewannen Gold

Die sechzehn Weltmeistertitel gingen an fünf der zehn beteiligten Nationen. Deutschland gewann sechsmal Gold, die Schweiz, Österreich und Frankreich holten je drei Weltmeistertitel und der Ungar Péter Sidi eroberte als Einzelschütze über 10 m für sein Land eine Goldmedaille.

Attraktiver Wettkampfsport

Bei den Finaldurchgängen verfolgten in der 10-m- und in der 30-m-Anlage neben den Sportlern, welche nicht im Einsatz standen, auch zahlreiche Zuschauer die spannenden Wettkämpfe. Auf Monitoren konnten sie die Rangverschiebungen nach jeder kommandierten Schussfolge verfolgen. Praktisch bei allen Disziplinen waren die Entscheidungen um den Titel knapp. Oft bestimmten erst die letzten Schüsse über die Rangfolge. Zehnertreffer wurden von den Zuschauern beklatscht und die Weltmeister und Medaillengewinner nach ihrem Wettkampf frenetisch bejubelt.

Am Samstag wurde in der Aula Lindenhof die Armbrust-WM 2012 mit einem Bankett für die beteiligten Nationen, die Offiziellen, Gäste aus Verbänden und Sponsoren abgeschlossen. Bei der Siegerehrung ertönten die Landeshymnen der siegreichen Nationen und hinter dem Podest wurden die Fahnen aufgezogen. Die Repräsentanten der IAU ehrten den EASV und die OK-Präsidentin mit einem originellen Präsent. Nach der Fahnenrückgabe erklärte IAU-Präsident Gérard Boutteville die WM 2012 für beendet.

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