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Die beliebtesten Reisetrends: Drei Tage Ibiza für zwei Personen

Trotz des online Booking der heutigen Zeit sind Reisebüros weiterhin gefragt. Denn günstiger sind die Angebote im Internet nicht immer. Franz Dähler und Sunshinereisen über heutige Reisetrends und die Zukunft der Reisebüros.
Annina Quast
Ibizia liegt für Ferien hoch im Kurs. (Bild: Fotolia)

Ibizia liegt für Ferien hoch im Kurs. (Bild: Fotolia)

«Das Ushuaia Hotel ist im Moment die Trendunterkunft auf Ibiza. Gerade heute Morgen habe ich eine Offerte für drei Tage auf der spanischen Insel erstellt», sagt Daniel Heeb, Geschäftsführer vom Reisebüro Sunshine in Flawil. Er blättert die Kataloge mit glamourös wirkenden Hotelbildern gekonnt bis zum Ushuaiahotel. «Dort geht die Post ab. Dorthin geht jeder, der ein wenig ausgeflippt ist», sagt er und schmunzelt. Heeb kennt sich in der Reisebranche bestens aus, bereits acht Jahre arbeitet er bei Sunshinereisen.

Das Reisebüro ist bis auf das letzte Regalfach mit bunten Katalogen und Flyern bestückt. Überall liest man verlockende Angebote, wie zum Beispiel: «325 Franken für fünf Tage Sardinien im Grand Hotel mit vier Sternen.» Doch Daniel Heeb weiss die Angebote zu durchschauen: «Hier ist man an ein fixes Datum gebunden, dort sind die Flugzeiten unmenschlich und nochmals wo anders übersieht man schnell das kleine Eurozeichen.» All diese kleinen Lockvögel enttarnt Daniel Heeb sofort in einer Reiseberatung. Und mehr Geld auf den Tisch legen, muss man deshalb trotzdem nicht.

Unterstützung bei Visa-Beantragung

Die 0815 Ferien nach London für drei Tage, bucht heute fast jeder selbst zu Hause. Komplizierter wird es aber, sobald es um ein Visum geht. Wann muss ich es beantragen, welche Formulare muss ich ausfüllen und was für Kosten kommen auf mich zu? Bei all diesen Fragen wird man in einem Reisebüro unterstützt, sofern auch die Reise über den Vermittler gebucht wird.

Dass sich Kunden eine Gratisberatung abholen und dann online buchen, komme natürlich vor. «Ich habe schon ein paar Mal die Offertenberechnung in Betracht gezogen», sagt Heeb. Im Grunde komme es aber nicht teurer, in einem Reisebüro zu buchen – sofern Unterkunft und Flug insgesamt über 3000 Franken kosten. Darunter wird ein Dossiergebühr von 40 bis 50 Franken verrechnet. Teurer wird es, wenn nur der Flug gebucht wird: Da die Reisebüros heutzutage praktisch keine Kommission auf ihre Nur-Flug Buchungen erhalten, berechnen sie einen Aufschlag von 60 Franken für die Kurz- und 140 Franken für die Langstreckenflüge.

Die Kunden von Sunshinereisen suchen nicht nur wegen der Reisetipps eine Beratung auf. Auch bei Unklarheiten wie Kinder- und Babypreisen, Hotelzimmer für eine fünfköpfige Familie oder Gruppenreisen bringt Daniel Heeb Licht ins Dunkle.

Zurückgehendes Last-Minute-Angebot

«Die Zukunft der Reisebüros sieht zwar nicht rosig aus, die Branche wird aber weiterhin bestehen. Die Nachfrage für gute Beratungen ist immer noch da, obwohl die Kundenzahl abgenommen hat», sagt Heeb. «Je mehr online schiefläuft, umso besser geht es uns.»
Der Rückgang der Kundenzahlen lässt sich auch in den beliebten Last-Minute-Angeboten sehen. Diese werden nämlich immer seltener. Für Reiseveranstalter wie Hotelplan, Kuoni, FTI oder TUI rentiert es sich nicht mehr, eine bestimmte Menge an Flugplätzen im Voraus zu kaufen, nur um sie dann kurzfristig vergünstigt loswerden zu müssen. Gewinn machen wird also immer schwieriger.

Laut Daniel Heeb liegen die diesjährigen Reisetrends klar bei den Balearen (Mallorca, Ibiza ect.) und, auch wenn eher hochpreisig im Vergleich, bei Korsika und Sardinien. Ausserdem sei Tunesien wieder im Kommen: «Der Flug ist nicht viel länger als nach Mallorca und die Strände sind schöner. Im Winter wollen die breiten Massen auf die Kanaren und nach Ägypten, Fernost, die Karibik oder Afrika», sagt Heeb.

Busreisen mit Franz Dähler

Doch nicht alle fliegen in den Ferien in den Süden. Das Busreisebüro Franz Dähler bietet Reisen bis hoch in den Norden an – ausschliesslich mit dem Car. «Unsere Hauptkunden sind Gruppen. Bei Musik- und Turnvereinen, Firmen oder Pfadfindern sind Carreisen sehr beliebt», sagt Maya Sutter, Geschäftsführerin von Franz Dähler in Uzwil. Der Betrieb bietet aber auch Individualreisen und Eintagesreisen in der näheren Umgebung an.

«Zu den Sommertrends gehören natürlich die Badeferien in Italien. Aber auch das Elsass erfreut sich dieses Jahr grosser Beliebtheit», sagt Maya Sutter. Bei Franz Dähler könne man nur die Reise, sowie auch Pakete mit Unterkunft oder gar Reiseleiter buchen. «Unser Vorteil ist, dass wir mit der Beratung punkten können. Wir kennen die Reiseziele sowie die Hotels. Wir bringen Erfahrung mit und wissen, was geht und was nicht», sagt Maya Sutter.

Im Busreisebüro wird keine Offertenberechnung betrieben. «Leute, die sich die Beratung abholen und dann online buchen, gab es auch schon vor 30 Jahren. Man muss eben mit Kenntnissen überzeugen.»

«Kunden rufen an weil sie wollen»

Maya Sutter arbeitet bereits 40 Jahre bei Franz Dähler. Seit elf Jahren leitet sie den Betrieb in Uzwil. Laufend plant sie neue Reisen und hat sich nun auch schon als Reiseleiterin versucht.
«Der Beruf gefällt mir so gut, weil ich Freude verkaufen kann. Unsere Kunden rufen nicht an, weil sie müssen, sondern weil sie wollen und sich auf etwas Schönes freuen. Das motiviert mich», sagt Maya Sutter.

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