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Die Begabungsförderer

Am Donnerstag erhält die Primarschule Rossrüti den Lissa-Preis für ihre Begabungs- und Begabtenförderung. Ihr Programm «Aha!-Ziit» will den Kindern helfen, selbständig zu denken. Es sollen nicht nur Hochbegabte profitieren.
Steven Giger
Schülerinnen stellen in einem Vortrag die Polizeihunde vor. (Bild: pd)

Schülerinnen stellen in einem Vortrag die Polizeihunde vor. (Bild: pd)

ROSSRÜTI. In Bern erhalten am Donnerstag sechs Schulen aus fünf Kantonen den Lissa-Preis. Mit dieser Auszeichnung werden Best Practice-Schulprojekte im Bereich Begabungs- und Begabtenförderung ausgezeichnet. Auch die Primarschule Rossrüti gehört zu den Gewinnern.

Das Begabungsförderungsprogramm der Schule Rossrüti heisst «Aha!-Ziit». Es hat zum Ziel, die individuelle Begabung aller Kinder zu wecken und zu fördern. «In unserem Programm lernen Kinder selbständiger zu denken. Sie sollen nicht nur Wissen konsumieren, sondern auch produzieren», sagt Franz Brühlmann, Schulleiter der Primarschule Rossrüti. Das Programm umfasst Vorträge, Theateraufführungen, Gruppenarbeiten und vieles mehr.

Eigene Recherchearbeiten

Grosser Wert wird auf das Forschen gelegt. Dabei lernen die Primarschüler, eigene Recherchearbeiten zu machen, Mindmaps zu erstellen und sich in der Bibliothek zurechtzufinden. Für die «Aha!-Ziit» sind im Stundenplan wöchentlich fix zwei Lektionen eingeplant. Dafür wird eine Lektion Deutsch und eine Lektion Mensch und Umwelt eingesetzt. «In jedem Menschen stecken verschiedene Begabungen», sagt Franz Brühlmann. Die Schule orientiere sich im Programm an den neun Intelligenzformen von Howard Gardner. Der amerikanische Psychologe geht davon aus, dass die Intelligenzen bei jeder Person in verschiedener Ausprägung vorhanden sind. So gibt es neben der logisch-mathematischen auch noch sprachliche, musikalische und weitere Intelligenzformen. Von dem Förderungsprogramm profitieren laut Franz Brühlmann alle Kinder.

Dadurch, dass individuell gearbeitet wird, werden nicht nur die Hochbegabten gefördert. «Wenn wir 85 Prozent laufen lassen können, haben die Lehrpersonen mehr Zeit für die restlichen Kinder, die mehr Mühe haben», so der Schulleiter.

Wünsche der Kinder beachten

Das Förderangebot in Rossrüti ist nicht von einem Tag auf den anderen entstanden. Vor rund 15 Jahren hat man mit «Aha!-Ziit» begonnen, damals noch unter anderem Namen. «Wir haben gemerkt, dass wir im normalen Schulunterricht nicht alle Wünsche der Kinder aufnehmen können. Das war oft unbefriedigend», sagt Franz Brühlmann. Einige Schülerinnen und Schüler hätten zum Beispiel ein grösseres Interesse an Tieren, andere bevorzugen Geographie. «Mit dem Förderprogramm geben wir den Kindern individuell Platz, um sich zu entwickeln», sagt der Schulleiter.

Die Primarschule Rossrüti hat seit 15 Jahren ein Begabungsförderungsprogramm, jetzt wird sie dafür ausgezeichnet. (Bild: Steven Giger)

Die Primarschule Rossrüti hat seit 15 Jahren ein Begabungsförderungsprogramm, jetzt wird sie dafür ausgezeichnet. (Bild: Steven Giger)

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