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Dicke Hülle spart Energie

Als Energiestadt hat die öffentliche Hand in Uzwil Vorbildfunktion. Im neuen Gemeindehaus werden Erdwärme und Sonnenenergie genutzt. Einen hohen Standard hat die Wärmedämmung.
Urs Bänziger
Das neue Uzwiler Gemeindehaus soll in Sachen Energiegewinnung und Energieverbrauch ein Vorzeigeobjekt sein. (Bild: Julia Mikeladze)

Das neue Uzwiler Gemeindehaus soll in Sachen Energiegewinnung und Energieverbrauch ein Vorzeigeobjekt sein. (Bild: Julia Mikeladze)

Seit 2007 ist Uzwil eine Energiestadt. Das Label ist Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Beim Bau des neuen Gemeindehauses will die Gemeinde ihre Vorbildfunktion durch einen extrem niedrigen Energiebedarf dokumentieren. Der Minergie-Standard sei eine Vorgabe im Architekturwettbewerb gewesen, sagt Verwaltungsleiter Thomas Stricker. Die Erdbohrungen, welche in den vergangenen Wochen bei der Baustelle ausgeführt wurden, stehen im direkten Zusammenhang mit der Energieversorgung des neuen Gemeindehauses. Bis auf eine Tiefe von rund 250 Metern wurde gebohrt und Leitungen gelegt, um das Gebäude mit einer Erdsonden-Wärmepumpenanlage zu beheizen. Obwohl die Gemeinde mit den Technischen Betrieben Anbieter von Erdgas ist, gibt es für die Beheizung kein zweites System.

Photovoltaikanlage auf dem Dach

Für die Stromversorgung wird auf dem Dach des neuen Gemeindehauses eine Photovoltaikanlage installiert, wobei der überschüssige Solarstrom ins Netz eingespeist wird. «Die Flachdächer auf den beiden Gebäudetrakten eignen sich bestens für die Montage von Panels. Da ist es angebracht, wenn auch die öffentliche Hand die Sonnenenergie nutzt, nachdem in Uzwil immer mehr private Hausbesitzer Photovoltaikanlagen installieren lassen», sagt Stricker.

Die Photovoltaikanlage im neuen Gemeindehaus hat eine Leistung von 35 kWp, was etwa dem Strombedarf von zehn Einfamilienhäusern entspricht.

Energetisch vorbildlich will die Gemeinde auch bei der Gebäudehülle sein. Eine hochwertige Wärmedämmung soll den Energiebedarf tief halten. Zudem sind die Fenster dreifachverglast. «Der für das neue Gemeindehaus berechnete Wert liegt wesentlich tiefer als die Vorgaben für den Minergie-Standard und bewegt sich um die erhöhten Anforderungen von Minergie-P. Das erreichen wir durch eine bessere Dämmung der Gebäudehülle. So sind beispielsweise zum Erreichen des Minergie-Standards 14 Zentimeter Dämmung auf den Aussenwänden notwendig. Die Hülle des Gemeindehauses weist aber eine Dämmstärke von 22 Zentimeter auf», sagt Stricker.

Das verursache zwar Mehrkosten, aber auf die Dauer lohne sich die Investition. «Als Gemeinde haben wir einen langen Horizont. Das Gemeindehaus an der Flawilerstrasse nutzen wir seit 100 Jahren. Entsprechend sind im neuen Gemeindehaus Bau und Material auf eine lange Lebensdauer angelegt. Das schont Ressourcen und mittel- bis langfristig auch Kosten.»

Wie Stricker sagt, verlaufen die Bauarbeiten planmässig. Im Innern werden zurzeit die Unterlagsböden eingebaut und anschliessend die Innenwände erstellt. Bis voraussichtlich Ende Jahr sind die Arbeiten an der Fassade fertiggestellt.

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