Diakon bunt verabschiedet

Am Sonntag fand in Lütisburg ein Abschiedsgottesdienst für Diakon Bruno Jud statt, der während fast 16 Jahren in seiner Pfarrei Lütisburg und der Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg mit viel persönlichem Engagement gewirkt hat.

Beatrice Oesch
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Blumen zum Dank: Diakon Bruno Jud und seine Frau Gabriela. (Bild: bo.)

Blumen zum Dank: Diakon Bruno Jud und seine Frau Gabriela. (Bild: bo.)

Lütisburg. Die katholische Pfarrei Lütisburg, die seit 2008 zur Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg gehört, nahm am vergangenen Sonntag in einem Abschiedsgottesdienst für Bruno Jud die Gelegenheit wahr, ihrem beliebten Diakon für die geleistete Arbeit und sein segensreiches Wirken in der Gemeinde zu danken. Dieser Dank erstreckte sich auch auf seine Frau Gabriela für ihre Gastfreundschaft im Pfarrhaus und öffentlichen Aktivitäten im Pfarreileben. Die sehr gut besuchte Messe wurde von Pfarrer Josef Manser aus Bütschwil und Diakon Bruno Jud gemeinsam gestaltet. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Jugendchor unter der Leitung von Rosmarie Arca sowie dem Kirchenchor unter der Leitung von Kaspar Wagner. Beide Chöre trugen einzeln und zusammen Lieder vor wie «Die Glocken von Rom», «Sancta Maria», «Laudato si» und das Jodellied «Das Feyr vo dr Sehnsucht».

Kerzen in Regenbogenfarben

Das Gleichnis vom Sämann nahm Diakon Bruno Jud zum Vergleich mit der Arbeit der Seelsorger, die sich dafür einsetzen, dass Gottes Same aufgehen und Frucht tragen kann. «Ich habe mich in meiner Zeit hier in Lütisburg nie allein gefühlt, bin von allen Seiten wunderbar getragen und unterstützt worden.» Er erklärte, am liebsten würde er eine ganz lange Liste vorlesen mit den Namen aller, denen er danken wolle. Stellvertretend hatte er für vier Ehepaare oder Einzelpersonen, die mit ihm besonders lange und intensiv zusammengearbeitet haben, einen Blumenstrauss vorbereitet. Doch auch er durfte Blumen und Geschenke entgegennehmen. So überreichten ihm sieben aktive kirchliche Gruppen Kerzen in allen Regenbogenfarben auf Ständern, die aus dem gleichen Olivenbaum-Holz hergestellt wurden wie Altar- und Ambo-Tisch in der Ölbergkapelle.

Gemeinsam erreichte Ziele

Kirchenverwaltungsratspräsidentin Ursula Hug erinnerte an die vielen gemeinsam erreichten Ziele wie die Kirchenrenovation oder die Gründung der Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg und erwähnte, dass Bruno Jud in freudigen und traurigen Situationen stets die richtigen Worte fand. Auch Pfarrer Gerhard Bader von der evangelischen Kirchgemeinde Lütisburg dankte Bruno Jud für die gute Zusammenarbeit und überraschte ihn mit einem Ringelnatz-Gedichtband. Am Schluss erhielten Bruno Jud und seine Frau einen grossen Applaus von allen Anwesenden. Nach der Messe war mit Würsten, Kaffee und Kuchen für ein gemütliches Beisammensein gesorgt. Bruno Jud wird mit seiner Familie ins Linthgebiet übersiedeln und per 1. August 2011 als Pfarreibeauftragter der Pfarrei Schmerikon einen neuen Wirkungskreis finden. Wie Ursula Hug ebenfalls am Sonntag bekanntgab, wird Pastoralassistent Michael Steuer seine Nachfolge als Pfarreibeauftragter antreten.